100 Jahre Dada
10. Februar 2016
2016 wird 100 Jahre Dada international gefeiert. Vor allem in Zürich gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen und vieles mehr (s.a. hier) . Das Cabaret Voltaire, Ursprungsort der Bewegung, widmet sich in täglichen Offizien den 165 wichtigsten DadaIstinnen. Am 17. Juni 2016 steht Christian Schad auf der Agenda.
Schad verbrachte während des Ersten Weltkriegs einige Jahre in Zürich und Genf und war mit den Protagonisten der Dada-Bewegung verbunden. Er erhielt Mitte November 1920 wie viele andere Künstler einen Brief von Francis Picabia, Georges Ribemont-Dessaignes, Tristan Tzara und Walter Serner. Die Adressaten wurden darin eingeladen, an einem Dada-Buch mitzuarbeiten. Die Unterzeichner versprachen: „Jede neue, noch so unerwartete Idee, sei es buchtechnisch, sei es ein anderer Einfall, wird von uns freudig aufgenommen werden und, wenn irgendwie möglich, genau ausgeführt.“ Dieser seltene Brief ist ein wertvolles Zeugnis für die internationale Zusammenarbeit dieser Künstler, deren geplante Anthologie freilich Projekt blieb.
Dadaglobe. Reconstructed
Das Kunsthaus Zürich machte sich anlässlich des Dada-Jubiläums an eine Rekonstrution der Publikation und veröffentlichte diese zur Ausstellung „Dadaglobe. Reconstructed“. Sie ist vom 5.2. bis 1.5.2016 zu sehen, bevor das MOMA in New York die Schau übernimmt.
Aus den Beständen der Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg haben die Ausstellungsmacher ein Objekt entliehen: den Dadaglobe-Aufforderungsbrief an Christian Schad, der im Nachlass des Künstler erhalten blieb, auch wenn er selbst kein Werk einreichte.
- Christian Schad in Genf, um 1916
- Dadaglobe-Aufforderungsschreiben an Christian Schad, 1920
- 100 Jahre Dada wird in Zürich gefeiert.
Titelbild: Ausschnitt des Dadaglobe-Aufforderungsschreiben von Tristan Tzara, Francis Picabia, Georges Ribemont-Dessaignes und Walter Serner an Christian Schad, 1920 (Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg)



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