Die Geschichte der Beziehungen zwischen Dante und der deutschen Welt ist weit verflochten: von der kaiserlichen Rezeption der Monarchie bis zu Goethes Urteil, von den römischen Fresken der Nazarener über die irdische Hölle von Thomas Manns Doktor Faustus bis zu den jüngsten Polemiken. In diesem Gespräch, anlässlich des 700. Todestages des berühmten Dichters, behandeln wir die wichtigsten Stationen des „deutschen“ Dante und weiten den Fokus dann auf eine Reflexion über das Verhältnis Dante und Europa aus, wie es uns aus seinen politischen Schriften bekannt ist. Dr. Marco Grimaldi lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Rom („La Sapienza“). Er hat u.a. das Buch „Dante, nostro contemporaneo: Perché leggere ancora la Commedia” veröffentlicht. Die Veranstaltung findet auf Italienisch, in Kooperation mit dem Deutsch-italienischen Zentrum Villa Vigoni statt. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Wenn wir Bücher lesen, begegnen wir Menschen und erfahren deren Lebensgeschichten. Kultur- und Zeitgeschichte, Natur und Gesellschaft werden durch fiktive Erzählungen an uns herangeführt. Durch ihre Literaturen blicken wir auf andere Länder. Im Lesekreis vergrößert sich die Lesefreude um den regen Austausch über das Gelesene. Zu dem Gespräch fügen sich Interpretationshilfen und Informationen zu Autor, Werk und literarischem und kulturellem Umfeld. Gelesen wird in dieser Reihenfolge: Mo 11.10.21: Jackie Thomae, Brüder. 2019 Mo 8.11.21: Elena Ferrante, Frau im Dunkeln. 2020 Mo 29.11.21: Audur Ava Ólafsdóttir, Weiß ich, wann es Liebe ist? 2011 Mo 17.1.2022: Janet Lewis, Die Frau, die liebte. 2018
Wenn wir Bücher lesen, begegnen wir Menschen und erfahren deren Lebensgeschichten. Kultur- und Zeitgeschichte, Natur und Gesellschaft werden durch fiktive Erzählungen an uns herangeführt. Durch ihre Literaturen blicken wir auf andere Länder. Im Lesekreis vergrößert sich die Lesefreude um den regen Austausch über das Gelesene. Zu dem Gespräch fügen sich Interpretationshilfen und Informationen zu Autor, Werk und literarischem und kulturellem Umfeld. Gelesen wird in dieser Reihenfolge: Mo 18.10.21: Jackie Thomae, Brüder. 2019 Mo 15.11.21: Elena Ferrante, Frau im Dunkeln. 2020 Mo 6.12.21: Audur Ava Ólafsdóttir, Weiß ich, wann es Liebe ist? 2011 Mo 24.1.2022: Janet Lewis, Die Frau, die liebte. 2018
Das Werk des Schweizer Schriftstellers und Malers Friedrich Dürrenmatt ist reichhaltig. Geprägt von seinen philosophisch-naturwissenschaftlichen Studien und den Zeitereignissen formt Dürrenmatt seine Themen und Stoffe mit Hilfe der Groteske sowie mit Fantasie und Witz bis hin zum schwarzen Humor. Die tragische Komödie erhält bei ihm eine neue Gestalt. In Erzählungen, Parabeln und Kriminalgeschichten werden moralische Fragestellungen, Schuld, Versuchungen und Vergehen verblüffend anders ausgedacht und narrativ umgesetzt. Wir lesen den Klassiker: Der Besuch der alten Dame (1956). Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman (1978). Der Tunnel und andere Meistererzählungen (Ausgabe bei Diogenes 2011).
Wenn wir Bücher lesen, begegnen wir Menschen und erfahren deren Lebensgeschichten. Kultur- und Zeitgeschichte, Natur und Gesellschaft werden durch fiktive Erzählungen an uns herangeführt. Durch ihre Literaturen blicken wir auf andere Länder. Im Lesekreis vergrößert sich die Lesefreude um den regen Austausch über das Gelesene. Zu dem Gespräch fügen sich Interpretationshilfen und Informationen zu Autor, Werk und literarischem und kulturellem Umfeld. Gelesen wird in dieser Reihenfolge: Mo 14.2.22: Mo 14.2.22: Nava Ebrahimi, Sechzehn Wörter. 2017 Mo 21.3.22: Dörte Hansen, Mittagsstunde. 2018 Mo 16.5.22: Annie Ernaux, Eine Frau. 2019 Mo 27.6.22: Anna Katharina Hahn, Aus und davon. 2020
Wenn wir Bücher lesen, begegnen wir Menschen und erfahren deren Lebensgeschichten. Kultur- und Zeitgeschichte, Natur und Gesellschaft werden durch fiktive Erzählungen an uns herangeführt. Durch ihre Literaturen blicken wir auf andere Länder. Im Lesekreis vergrößert sich die Lesefreude um den regen Austausch über das Gelesene. Zu dem Gespräch fügen sich Interpretationshilfen und Informationen zu Autor, Werk und literarischem und kulturellem Umfeld. Gelesen wird in dieser Reihenfolge: Mo 21.2.22: Nava Ebrahimi, Sechzehn Wörter. 2017 Mo 28.3.22: Dörte Hansen, Mittagsstunde. 2018 Mo 23.5.22: Annie Ernaux, Eine Frau. 2019 Mo 4.7.22: Anna Katharina Hahn, Aus und davon. 2020
Der große amerikanische Erzähler Richard Ford, geboren 1944, ist in Deutschland vor allem mit seinen Romanen über Frank Bascombe bekannt. 2017 erschien ein berührendes Erinnerungsbuch über seine Eltern, "Zwischen ihnen". Die irische Abstammung seines Vaters schwingt in dem neuesten Erzählband "Irische Passagiere", 2020, augenzwinkernd mit. Gern geht der Lesende mit auf den Fragen- Pfaden der Figuren: Wie bin ich zu der Person geworden, die ich Mitte vierzig oder fünfzig (mit mehr oder weniger einleuchtender, selbstreflektierender Klarheit) bin? Wie prägen uns einschneidende Ereignisse sowie einzelne Menschen, deren Nähe wir zulassen?
Sigrid Nunez, 1951 geboren, ist in Amerika sehr bekannt. Für den Roman "Der Freund" erhielt sie 2018 den National Book Award und erreichte endlich auch das deutsche Lesepublikum. Wunderbar miteinander verwoben sind in diesem Werk die Trauergefühle um den Verlust eines geliebten Freunds, die neugewonnene Zuneigung zu einer Dänischen Dogge - er war der Hund des Verstorbenen - und viel Interessantes, Tiefsinniges und Heiteres über Schreibkurse sowie das Entstehen von Literatur. All dies wird im Erzählfluss noch eingebettet im normalen Leben, wie es aus Begegnungen und Konflikten besteht.
Novalis, eigentlich: Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (02.05.1772 - 25.03.1801), wird in eine spannende Zeit hineingeboren. Goethe, Schiller aber auch Kant und so viele Persönlichkeiten mehr waren seine Zeitgenossen. Es ist die Zeit der Romantik. Novalis, der sehr jung starb, tut sich recht schnell als begabter Dichter und Denker, als "innig-"fühlender Dichter heraus. Wer war dieser so junge Mann? Welche Pläne, Ziele Hoffnungen begleiteten seine kurzen Lebensjahre und welche Gedanken können wir heute mit ihm gemeinsam durchdenken? In diesem Vortrag wird es um Novalis, seine Zeit und seine Weggefährten gehen. Seine Epoche besser zu verstehen, soll das Ziel des Vortrages sein. Dieser Vortrag findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden. Anmeldung erforderlich!
In diesem Jahr feiern wir den 250. Geburtstag eines außergewöhnlichen Menschen: Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, wurde am 2. Mai 1772 geboren und starb sehr früh am 25.3.1801. Er war Naturwissenschaftler, Philosoph und Dichter, einer der schillerndsten Gestalten der Jenaer Frühromantik, der damaligen Avantgarde. Sein Denken und Wirken, seine Zeit, seine Lebensverhältnisse und seine Zeitgenossen stehen im Zentrum dieses Seminars mit viel Raum zur Diskussion. Woher kommt sein Denken und wo wird es hingehen? Wo können wir noch Spuren seiner Gedanken bis heute erkennen und was waren die Einflüsse, denen er sich ausgesetzt wusste? Eine spannende Reise zu einem sehr jungen Menschen, seinen Hoffnungen und Wünschen und somit eine Reise zu uns selbst, ergänzt und abgerundet mit der Lesung einzelner Texte.
Achim Fischer liest aus seinen Büchern einige skurrile Erzählungen. Er nimmt Sie zu einem Ballettabend nach St. Petersburg mit oder lässt Sie an einem Waldsaunaerlebnis in der "Höllmühle" teilnehmen. Vielleicht geht es aber auch um seinen Bruder "Rohspeck". Sie werden sehen - und es hören. Bitte melden Sie sich für den Vortrag an! Eine Anmeldung garantiert die Teilnahme bei hohem Interesse und eine Information über Ausfall/Verschiebung. Die Teilnehmerzahl ist auf Grund der derzeit gesetzlich vorgeschriebenen Schutz- und Hygienemaßnahmen auf 20 begrenzt.
"Für die Kunst der Erinnerung" erhielt Patrick Modiano, geboren 1945, den Literaturnobelpreis 2014. Mit seinen eigenen Worten heißt es übereinstimmend: "Ich versuche bei den Menschen und den Dingen die Schicht des Vergessens zu durchstoßen." Dadurch entsteht eine eigenständige Literaturform, deren Prosa Vergessen, Erinnern, Schuld und Identitätssuche miteinander subtil-filigran, suggestiv-spannungsreich verbindet. Namen, Orte, Begegnungen, Gegenstände, Aufzeichnungen sind wie Puzzleteile, die durch das bruchstückhafte Erinnern ein Bild ergeben. Wie in einem Detektivroman ist die Spurensuche zweckgebunden. Im vorliegenden Werk geht es um das urplötzliche Verschwinden einer jungen Frau Mitte der 60er Jahre in Paris. Wird Jean Eyben jemals die Noëlle Lefebvre aufspüren - oder zufällig finden?