Gemeinsam die Welt neu entdecken
Die vhs Aschaffenburg arbeitet politisch und konfessionell unabhängig. Dabei kommt ihr die Rolle einer "Moderatorin" in gesellschaftlichen und politisch relevanten Fragestellungen zu. Wir versuchen mit unseren Angeboten Zusammenhänge zu erklären und eigene Handlungsmöglichkeiten für das gesellschaftliche und politische Handeln aufzuzeigen. Wir fördern den demokratischen und interkulturellen Dialog im gleichberechtigten Miteinander.
Kurse nach Themen
Aschaffenburg, die Spessart-Metropole, kann auf eine abwechslungsreiche Geschichte im 20. Jahrhundert zurückblicken. Das Ende des Ersten Weltkriegs stellte die Aschaffenburger Gesellschaft vor enorme Herausforderungen: 1918/19 wurde die Stadt zum Schauplatz der Novemberrevolution und der Bayerischen Räterepublik. Die politische und wirtschaftliche Stabilität der Weimarer Zeit war jedoch nicht von Dauer. Die Nationalsozialisten errichteten 1933 auch in Aschaffenburg ihre totalitäre Schreckensherrschaft. Erst nach dem Zusammenbruch 1945 erfolgte ein demokratischer und wirtschaftlicher Neubeginn. Im Mittelpunkt des Kurses stehen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen, welche die Stadtgeschichte im so genannten „Zeitalter der Extreme“ geprägt haben und anhand ausgewählter Beispiele analysiert und erörtert werden. Kooperation Stadt- und Stiftsarchiv und vhs Aschaffenburg.
Bis in die 80er-Jahre war die Auswahl einer Heizungsanlage recht einfach: als Wärmeerzeugungssystem wurde entweder ÖL, Gas- oder schon deutlich seltener auch Festbrennstoff-Systeme eingebaut. Wenn es heute um eine Heizung in einem Neubau oder im Sanierungsfall geht, dann haben die Hausbesitzenden nicht nur die Qual der Wahl zwischen verschiedenen weiteren Brennstoffen und Technologien zu entscheiden – sondern zunehmend werden Kombinationen der Systeme angewendet. Der Referent stellen die aktuell gängigsten Heiztechniken vor: Brennwerttechnik, Pellet-Feuerung, Stückholzfeuerung, Luft-, Wasser- und Sole-Wärmepumpen sowie Kombinationen mit Sonnenkollektoren, Photovoltaik-Anlagen oder modernen Kraft-Wärme-Kopplungssysteme. Des Weiteren wird auf die Vorgehensweise bei der Heizungsauswahl, Fördermöglichkeiten, Gebäudevoraussetzungen und die Heizlast eingegangen. Anmeldung erforderlich! Der Vortrag ist als Präsenzveranstaltung geplant. Sollte dies aufgrund der dann aktuellen Situation wegen Corona nicht möglich sein, findet er online statt. Sie erhalten dann kurz vor dem Termin die Zugangsdaten.
In der Hochphase des Neoliberalismus galt die Globalisierung als unvermeidlich und die umverteilende Demokratie als überholt. Wachsender Wohlstand für alle war das Versprechen – auch der EU. Wachsende Unfähigkeit, die kapitalistische Ungleichheitsmaschine zu bändigen, ist aber das Ergebnis. Soll es mit dem Umbau des Staatensystems weitergehen wie gehabt, das heißt in Richtung einer noch stärkeren überstaatlichen Zentralisierung? Oder wäre der Weg in eine moderne, auf friedliche Kooperation ausgerichtete »Kleinstaaterei« die bessere Lösung? Diese Fragen diskutieren Wolfang Streeck und Peter Gauweiler Wolfgang Streeck ist Soziologe und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Peter Gauweiler ist Rechtsanwalt und Politiker. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Europa ist ein Vielvölkerkontinent. Jede einzelne Nation nimmt für sich in Anspruch, über eine eigene nationale Identität zu verfügen. Gibt es trotzdem so etwas wie eine übergreifende Identität Europas, die über den Verweis auf ein abendländisch-christlich-jüdisches Erbe hinausreicht? Mit was genau wäre Europa in kultureller Hinsicht identisch? Die Frage ist nicht neu, aber sie stellt sich immer wieder neu, weil sich die übergreifenden Themen stetig verändern. Gegenwärtig steht ein anderes Erbe im Mittelpunkt der Debatten über die kulturelle Identität Europas: die koloniale Vergangenheit des Kontinents und sein Verhältnis zur außereuropäischen Welt. Welche Konsequenzen dieses Verhältnis und die damit verbundenen Fragen um Schuld und Wiedergutmachung für das europäische kulturelle Selbstverständnis hat, diskutieren Prof. Michael Hochgeschwender und der Feuilletonchef und Herausgeber der FAZ Jürgen Kaube. Moderiert wird das Gespräch von Georgios Chatzoudis. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni und der Gerda Henkel Stiftung statt. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Vom ostafrikanischen Graben führt der Vortrag durch gewaltige Landschaften, vorbei am Grab Bernhard Grzimek, einst charismatischer Zoodirektor in Frankfurt, in den weltbekannten tansanischen Nationalpark Serengeti und in den benachbarten Ngorogoro Krater. Nicht nur für Grzimek gab und gibt es in Größe und Schönheit nichts Vergleichbares zum Ngorogoro Krater, einem Wunder dieser Welt mit einem einmaligen Querschnitt durch die artenreiche typische Tierwelt ostafrikanischer Savannen. In der Olduvay‑Schlucht sehen namhafte Wissenschaftler die Wiege der Menschheit. Durch den Tsavo-Nationalpark geht es an den Indischen Ozean. Das kenianische Mombasa hat eine lange Geschichte. Nostalgischer Ausklang der Reise ist die lange Fahrt auf der ehemaligen englischen Ugandabahn von Mombasa bis ins mehr als 2000 m höher gelegene Nairobi.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts prägte unter anderem der Atmosphärenchemiker und Nobelpreisträger Paul Crutzen den Begriff „Anthropozän“: Der Mensch sei durch seine Eingriffe in die Erde in einem so hohen Ausmaß zu einem geologischen Faktor geworden, dass die Ausrufung einer neuen erdwissenschaftlichen Epoche angebracht ist. Das neue Zeitalter des Menschen hat mit der Industriellen Revolution im späten 18. Jahrhundert begonnen, und die Menschheit wird für Jahrtausende der vorherrschende Faktor auf der Erde sein. In der Debatte um dieses neue, vom Menschen geprägte Zeitalter, spielt Technik eine wichtige Rolle – so bei der Datierung des Beginns, der Gegenwart und der Zukunft des Anthropozäns. Sollten wir das neue Zeitalter besser als „Technozän“ bezeichnen? Der Vortrag beleuchtet die Debatte um das Anthropozän aus natur- und geisteswissenschaftlicher Perspektive. Welche Technikkonzepte werden dabei verhandelt? Welche Technikzukünfte werden entwickelt? Und: Gibt es möglicherweise eine eigene Technosphäre, die sich unabhängig von der menschlichen Gestaltungsmacht nach eigenen Regeln entwickelt? Helmuth Trischler ist Professor Technikgeschichte an der LMU München und Bereichsleiter Forschung des Deutschen Museum. Er ist zudem Mitglied von der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) und der Leopoldina. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) statt Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Internetportale und Apps liefern schöne Touren auf Knopfdruck, lassen aber viele grundlegende Fragen offen. Wie plane ich eine Wander- oder Trekkingtour? Woran erkenne ich gute Ausrüstung? Was kommt in den Rucksack? Was mache ich, wenn ich mich verlaufe oder verletze? Muss ich mich vor wilden Tieren fürchten? In diesem Kurs erfahren wir alles, was wir beachten sollten, wenn wir uns auf eine längere Tour begeben wollen. Die Aspekte werden durch praxisnahe Szenarien und Übungen vertieft. Zum Abschluss findet eine Wanderung statt, bei der die puristische Navigation mit Karte und Kompass im Vordergrund steht. Für die Wanderung ist festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung erforderlich. Termin 1: Tourenplanung Anhand des Spessarts erfahren die Teilnehmer alles Wissenswerte zur Tourenplanung (u.a. Betretungsrecht, Wegearten, Rettungspunkte). Unterschiedliche Planungsmöglichkeiten werden verglichen (Karte, GPS, Wanderführer, Tourenportale und Apps). Einschätzen der eigenen Kondition und Gehzeitberechnung auf Kartenbasis. Termin 2: Ausrüstung Woran erkennt man gute Ausrüstung? Was tatsächlich benötigt wird und wie man richtig packt. (Rucksack, Bekleidung, Schuhe, Pflege, Proviant, Übernachtung). Die Teilnehmer lernen eine Packliste zu erstellen und diese auf die unterschiedlichen Bedürfnisse bei Hitze, Regen und Kälte anzupassen. Termin 3: Gefahren Gefahren erkennen und vorbeugen (Wettereinflüsse, Wildtiere, Verletzungen, Orientierung am Tag und in der Nacht, Erste-Hilfe). Richtiges Verhalten in Notsituationen und Wundversorgung. Apps und Tools in Gefahrensituationen. Wasser finden, aufbereiten und Notnahrung. Zusammenstellung eines Survivalkits. Termin 4: Orientierung Wanderung mit Übungen zu Karte, Kompass, Peilung, Standortbestimmung und Entfernungsmessung. Die Teilnehmer lernen außerdem kennen, wie sich unterschiedliches Tragegewicht auf die eigene Physis auswirkt und erhalten Tipps zur richtigen Lauftechnik. Treffpunkt: Fasanerie Aschaffenburg
Novalis, eigentlich: Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (02.05.1772 - 25.03.1801), wird in eine spannende Zeit hineingeboren. Goethe, Schiller aber auch Kant und so viele Persönlichkeiten mehr waren seine Zeitgenossen. Es ist die Zeit der Romantik. Novalis, der sehr jung starb, tut sich recht schnell als begabter Dichter und Denker, als "innig-"fühlender Dichter heraus. Wer war dieser so junge Mann? Welche Pläne, Ziele Hoffnungen begleiteten seine kurzen Lebensjahre und welche Gedanken können wir heute mit ihm gemeinsam durchdenken? In diesem Vortrag wird es um Novalis, seine Zeit und seine Weggefährten gehen. Seine Epoche besser zu verstehen, soll das Ziel des Vortrages sein. Dieser Vortrag findet in den Räumen der vhs statt. Sollte dies aufgrund der aktuellen Situation (Corona) nicht möglich sein, wird er online stattfinden. Anmeldung erforderlich!
In diesem Jahr feiern wir den 250. Geburtstag eines außergewöhnlichen Menschen: Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, wurde am 2. Mai 1772 geboren und starb sehr früh am 25.3.1801. Er war Naturwissenschaftler, Philosoph und Dichter, einer der schillerndsten Gestalten der Jenaer Frühromantik, der damaligen Avantgarde. Sein Denken und Wirken, seine Zeit, seine Lebensverhältnisse und seine Zeitgenossen stehen im Zentrum dieses Seminars mit viel Raum zur Diskussion. Woher kommt sein Denken und wo wird es hingehen? Wo können wir noch Spuren seiner Gedanken bis heute erkennen und was waren die Einflüsse, denen er sich ausgesetzt wusste? Eine spannende Reise zu einem sehr jungen Menschen, seinen Hoffnungen und Wünschen und somit eine Reise zu uns selbst, ergänzt und abgerundet mit der Lesung einzelner Texte.
Anmeldung erforderlich! Der Vortrag ist als Präsenzveranstaltung geplant. Sollte dies aufgrund der dann aktuellen Situation wegen Corona nicht möglich sein, findet er online statt. Sie erhalten dann kurz vor dem Termin die Zugangsdaten.
Der Vortrag befasst sich mit den Strukturen der Krankenhauslandschaft und mit zentralen Merkmalen der Gesundheitsversorgung in Deutschland, sowie mit der Steuerung des Krankenhaussektors und jüngeren Reformen in diesem Bereich. Dabei kommen auch Vergütungen von Leistungen und Arbeitsbedingungen im Krankenhaus zur Sprache. Abschließend geht der Vortrag auf wichtige Herausforderungen für die Gestaltung der Krankenhausversorgung ein. Thomas Gerlinger ist Professor an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld und Leiter der Arbeitsgruppe "Gesundheitssysteme, Gesundheitspolitik und Gesundheitssoziologie". Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Jeden zweiten Montag im Monat zeigt die vhs in Zusammenarbeit mit dem Landesmediendienst Bayern einen "Seniorenfilm". Jede Generation hat ihre Themen, ihre Filme, ihre Vorlieben - und so hat der Landesmediendienst viele Filme aus den Bereichen Unterhaltung, Bildung, Erinnerung und Filmkunst zusammengestellt. Zu jedem Film gibt es eine kurze Einführung. Neugierig geworden? Kommen Sie einfach vorbei! Mo 14.02.22, Mo 14.03.221, Mo 9.05.22, Mo 13.06.22, Mo 11.07.22. jeweils 15:00 - 17:00 Uhr Nur mit Anmeldung!
Zielgruppe: Mieter – Aufbau, Funktionsweise und Berechnung von „Balkonkraftwerken“ Hauseigentümer – Möglichkeiten der Selbstversorgung mit Solarstrom Es wird sowohl auf technische und wirtschaftliche als auch auf rechtliche Erfordernisse eingegangen. Sie erhalten fundiertes Hintergrundwissen um Ihre eigene Photovoltaikanlage selbst konzipieren und ggf. aufbauen zu können. Anmeldung erforderlich!
Durch Hacker lahmgelegte Krankenhäuser, funktionsunfähig gemachte Verwaltungen, Unternehmen und Hochschulen: Leider ist dies mittlerweile kein reines Science-Fiction-Szenario mehr, sondern eine konkrete Gefahr. Es geht dabei nicht immer nur um Erpressung und Geldgewinne. Auch kommt es immer wieder zu Cyberangriffen durch andere Staaten, etwa zum Zwecke von Desinformationskampagnen. Welche typischen Formen von Cyberangriffen gibt es, welche Strategien zu ihrer Abwehr existieren – und inwiefern besteht hier auch die Gefahr der Destabilisierung von Demokratien? [Es würde uns freuen, wenn Sie diese Fragen mit uns erörtern würden.] Vorschlag: Diskutieren Sie mit unseren Expert*innen über Gefahren aus dem Netz und Maßnahmen, wie wir die Cybersicherheit verbessern können. Eine Kooperation der Volkshochschulen in Bayern mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit und der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Expertinnen und Experten referieren zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Diskutieren Sie mit! Die Veranstaltung findet als Zoom-Webinar statt, d.h. Sie werden nicht gesehen und gehört in der Veranstaltung und können sich über den Chat beteiligen. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Die Veranstaltung ist gebührenfrei.
Die Ernährungswirtschaft ist im Umbruch, die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion im Wandel. Produktions- und Wirtschaftsformen stehen auf dem Prüfstand, der Ursprung der Rohstoffe wird kritisch beleuchtet. Neuartige Lebensmittel erobern den Markt, und die Frage stellt sich mehr denn je: was kommt an bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, was schmeckt ihnen, und wie viel Genuss darf oder muss es sein? Andrea Büttner, Lebensmittelchemikerin, ist geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV und leitet den Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Sprecherin des Fraunhofer Leitmarkt Ernährungswirtschaft, stellvertretende Sprecherin des Fraunhofer Strategischen Forschungsfeld Bioökonomie und im Board of Management des Fraunhofer Cluster Circular Plastics Economy CCPE®. Frau Büttner ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) statt Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Die Lebensgeschichte des Münchners Kurt Landauer (1884-1961) ist in mehreren Büchern festgehalten und auch verfilmt worden. Er war der legendäre Präsident des FC Bayern und gehörte zu den wenigen im Nationalsozialismus als Juden Verfolgten, die sich nach der Schoa entschieden, aus der Emigration in die Heimat zurückzukehren. Jetzt ist der sensationelle Nachlass von Kurt Landauer und seiner Ehefrau Maria Baumann (1899-1971) zugänglich und eröffnet unbekannte Einsichten in die Familiengeschichte Landauers in der Vorkriegszeit, Landauers Emigration in die Schweiz und die Nachkriegsgeschichte in München. Im Gespräch geben die beiden Herausgeberinnen Jutta Fleckenstein und Rachel Salamander Einblicke in den nun veröffentlichten Briefwechsel mit Maria Baumann und den bisher unbekannten Lebensbericht Kurt Landauers. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Gärten in Venedig? Es gibt sie: Die Gärten Venedigs. Private und öffentliche, Klostergärten, Palastgärten, Dachgärten, grüne Inseln, auf denen Obst und Gemüse für Venedig angebaut wird. Grüne Oasen in einer Stadt, die auf den ersten Blick nur aus Wasser und Stein zu bestehen scheint. Sie werden auf dieser Reise viel von Venedig sehen: Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten sind es auf dieser Reise verborgene, geschichtsträchtige und überraschende Gärten. Etliche werden Sie besuchen, auch solche, die Touristen meist verborgen bleiben. Auch kulinarisch wird Sie diese Reise überraschen. Reisebegleitung: Gabriele Bokr Reisepreis im DZ pro Person: 1.549,00 Euro (Flugpreise Stand 2021) EZ-Zuschlag:150,00 Euro Anmeldeschluss: 15.02.2022 Zeit: Sonntag 15.05. - Donnerstag 19.05.2022 Veranstalter: Tobit-Reisen Limburg 06431 941940
Der Vortrag behandelt die verschiedenen Modelle des Umgangsrechts, wie z.B. das Residenzmodell und das Wechselmodell. Die beiden Modelle werden verglichen und die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen und Besonderheiten für das jeweilige Modell erklärt und die Folgen, die sich für die Kinder und die beiden Elternteile jeweils daraus ergeben. Es wird über das Sorgerecht gesprochen und darüber aufgeklärt, denn Irrtümer hierüber führen oft zu erbittertem Streit. Verschiedene Möglichkeiten zu einer friedlichen Einigung zum Wohle der Kinder zu finden werden genauso erläutert wie das verbindliche Vereinbaren von Verabredungen. Antonella Vigorito-Herbig ist Fachanwältin für Familienrecht. Kooperation von ISUV und vhs Aschaffenburg.
Kinder singen und tanzen, sie malen Bilder und erzählen Geschichten – und sie tun dies freiwillig, mit großer Ernsthaftigkeit und mit Freude. Als Erwachsene führen sie ihre Spiele dann oft fort. Und wenn sie einem Publikum gefallen und vor der Kritik bestehen, nennen wir sie Kunst. All dies ist so vertraut, dass man leicht übersieht, wie ungewöhnlich dieses Verhalten aus biologischer Sicht ist. Wann und warum sind die künstlerischen Talente und Interessen in der Evolution entstanden? Haben sie einen direkten Nutzen für das Überleben oder entstanden sie als entbehrlicher Nebeneffekt? Sind es kulturelle Erfindungen oder reine Lusttechnologien? Und was bedeutet dies für die Zukunft der Kunst? Denn Evolution ist Wandel: Verhaltensweisen entstehen, verändern sich und können wieder verschwinden. Der Vortrag wird schildern, was sich aus Sicht der Evolutionsbiologie zur Entstehung der Kunst sagen lässt und eine mögliche Erklärung vorstellen. Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen. Von 1992-1995 war er Mitherausgeber von Charles Darwins Briefwechsel in Cambridge (England) und Post-doc am Department of the History of Science der Harvard University. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. Aktuelle Publikation: Die Evolution der Phantasie: Wie der Mensch zum Künstler wurde (Stuttgart: S. Hirzel, 2013), Die verborgene Natur der Liebe: Sex und Leidenschaft und wie wir die Richtigen finden (München: C. H. Beck, 2016). Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.
Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch ethnische Homogenität und eine „Volksgemeinschaft“ bedeutet, die andere ausschließt? Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weiteren Fragen diskutieren Aleida Assmann und Herfried Münkler. Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018). Prof. Herfried Münkler ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte. Er lehrte als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt. Achtung: Online-Seminar: Bitte melden Sie sich mit einer E-Mail-Adresse an. Sie erhalten von uns vor Seminarbeginn den Zugangscode. Im Veranstaltungsraum sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu sehen oder zu hören. Eine Beteiligung ist über den moderierten Chat möglich.