(vom 19.11.2021)
Ausbildung: Elektroniker*in für Energie und Gebäudetechnik
Im Gespräch mit Lea Friedel
Ohne Strom läuft bei Lea Friedel (22) nichts – und ohne sie meist auch nichts. Lea Friedel hat vor einem Jahr bei der AVG ihre Ausbildung zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik abgeschlossen. Sie sorgt dafür, dass bei uns das Licht nicht ausgeht.
Wie sind Sie zu diesem eher männertypischen Beruf gekommen?
Ich wollte auf alle Fälle einen handwerklichen Beruf erlernen. Alles Technische finde ich spannend und macht mir Spaß. Ich habe mehrere Praktika gemacht. Der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik hat mir am besten gefallen, da das Aufgabenfeld sehr vielseitig und abwechslungsreich ist.
Werden Sie von Ihren Kollegen besonders behandelt?
Nein, eine Sonderbehandlung möchte ich nicht und bekomme ich auch nicht. Ich komme mit meinen Kollegen sehr gut klar. Und wenn ich bei Kund*innen bin, sind sie in den meisten Fällen begeistert, dass eine junge Frau in einem Männerberuf tätig ist. Natürlich sollte man nicht zu empfindlich sein und vielleicht auch nicht immer alles zu ernst nehmen, was die Männer sagen.
Was sind Ihre Aufgaben?
Ich sorge dafür, dass Strom und Energie in unseren Versorgungsgebieten fehlerfrei funktionieren. Dazu gehört auch, neue Hausanschlüsse zu installieren und die Stromnetze zu erweitern. Damit alles reibungslos läuft, kontrolliere ich die Netzstationen und Schalthäuser, warte und halte die Straßenbeleuchtung instand. Bei Störungen im Stromnetz repariere ich die Leitungen, dazu gehört auch mal hinab in einen schlammigen Graben zu steigen.
Warum haben Sie sich für die Stadtwerke als Ausbildungsbetrieb und jetzt als Arbeitgeber entschieden?
Die Stadtwerke bieten mir ein breites Aufgabenfeld. Ich freue mich auf immer wieder neue Herausforderungen. Dazu sind die Stadtwerke ein sicherer und auch spannender Arbeitgeber, der ganz verschiedene, interessante Bereiche abdeckt.
Wie lange dauert die Ausbildung und was sind die Voraussetzungen?
Die Ausbildung dauert 3 ½ Jahre. Sie kann auf 3 Jahre verkürzt werden. Außerdem sind handwerkliches Geschick und technisches Interesse gut und wichtig. Die Berufsschule ist in Aschaffenburg. Hier haben wir Blockunterricht gehabt.
Was haben Sie alles gelernt?
Neben den allgemeinen Fächern wie Deutsch, Englisch und Mathe hatten wir Fächer wie Steuerungstechnik und Installationstechnik. Wir haben gelernt, elektrotechnische Anlagen zu installieren und zu warten, Fehler in den verschiedensten Anlagen und Systemen zu finden und zu beheben.
Wie lief Ihre Ausbildung bei den Stadtwerken ab?
Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich. Neben der praktischen Ausbildung in unserem Bereich haben wir auch Einblick in die anderen Sparten wie Wasserwerk, Kraftwerk oder Entsorgung bekommen.
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