Netzwerk-1-2021
STADTWERKE Jeder Aschaffenburger verbraucht rund 125 Liter Trinkwasser pro Tag – zum Duschen, Kochen, Waschen, Putzen, Gießen und natürlich zum Trinken. Das entspricht in etwa einer Badewanne voll mit Wasser pro Person und Tag. Aber wie gut ist unser Trinkwasser? So gut, dass Sie jeden Schluck bedenkenlos genießen können. Doch damit das so ist, muss das Wasser frei von Schadstoffen und Krankheitserregern sein. Deshalb gibt es für kein anderes Lebensmittel so viele und so strenge Grenzwerte, Vorschriften und Kontrollen wie für unser Trinkwasser. Die AVG betreibt dafür eigens in ihrem Wasserwerk ein akkreditiertes Wasser- labor. Im Aschaffenburger Wasserwerk wird Tropfen für Tropfen sorg- fältig aufbereitet und strenger kontrolliert als alles andere, was in Ihrem Kühlschrank ist. Die Qualität des Trinkwassers wird hier täglich sowohl bei der Einspeisung ins Netz als auch an den unterschiedlichen Zapfstellen kontrolliert. Denn als Ihr Wasserversorger steht die AVG für die hygienisch einwand- freie Qualität des Wassers bis zur Übergabestelle (Wasser zähler). Das Trinkwasser der AVG aus der Wasserleitung ist von hervorragender Güte und im Vergleich zu Mineral- und Tafel- wasser auch noch sehr preiswert. Wie gut genau unser Wasser ist, können Sie in der aktuellen Trinkwasseranalyse 2021 auf der Stadtwerke-Homepage nachlesen. Übrigens: Ab dem Übergabepunkt ist der Betreiber der Trink- wasser-Installation, also der Grundstücks- oder Wohnungs eigentümer, dafür verantwortlich, dass die einwandfreie Trink wasserqualität bis zum Wasserhahn im eigenen Haus erhalten bleibt. So ist zum Beispiel der Einsatz eines mechanischen Filters unmittelbar hinter dem Wasserzähler rechtlich vorge- schrieben und Stand der Technik. Damit einhergehen sollte, insbesondere aus hygienischen Gründen, auch eine regelmäßige Wartung und Inspektion der Trinkwasser-Installation. Mit Sicherheit sauber und gesund Unser Trinkwasser ENERGIEWENDE Schon Ju- les Verne schrieb in seinem Roman „Die geheimnisvolle Insel“, dass die Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, auf unabsehbare Zeit hinaus die Energiever sorgung der Erde sichern. Wie recht er hatte! Heute sind Wasserstoff (H 2 ) und mit ihm die Brennstoffzelle ein zentraler Schlüssel für die Energiewende – und das in dop- pelter Richtung. So kann einerseits durch Elektrolyse mithilfe von Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Wird der Wasserstoff mit überschüssigem Kohlen dioxid, also CO 2 , verbunden, entsteht ein synthetisches Gas: Methan, auch grünes Erdgas genannt, das sich im weitreichen- den Gasleitungsnetz beliebig speichern lässt. Umgekehrt kann wiederum mit der Brennstoffzelle aus dem gespeicherten Wasserstoff Strom und Wärme erzeugt werden. Die Regionale Wasserstoffstrategie der Stadtwerke umfasst die Bereiche Erzeugung, Infrastruktur und Mobilität. Für die Erzeugung von H 2 durch Elektrolyse sind mehrere neue PV-Freiflächenanlagen geplant. Genutzt wird der Wasserstoff dann zum Beispiel in der Trinkwasseraufbereitung im Wasser- werk der AVG. Dort wird durch eine biologische Denitrifikation Nitrat aus dem Grundwasser entfernt. Als „Nährstoff“ für diesen Verfahrensschritt wird H 2 benötigt, das derzeit noch durch LKWs angeliefert wird. Im Neubaugebiet Anwandeweg sollen Brennstoffzellen im Modell H 2 -Community zu einer energieautarken Gebietsver sorgung beitragen. Geplant ist auch die Errichtung einer H 2 -Tankstelle im Außen- bereich des Stadtwerke-Verkehrsbetriebs, die auch öffentlich genutzt werden kann. Der Stadtrat hat die Beschaffung von zwei Stadtbussen mit Brennstoffzellenantrieb beschlossen. Allerdings gilt: Ohne staatliche Fördergelder wären die meisten dieser Projekte nicht realisierbar. Nachhaltig und umweltschonend Die Zukunft: Wasserstoff Mehr Informationen zur Wasser- stoffregion Bayerischer Unter- main haben wir in einem Film zu sammengestellt. Schauen Sie doch gleich mal rein! Mehr Infos zu unserem Trinkwasser gibt es hier aus erster Quelle! 10
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