{"id":65,"date":"2013-06-26T18:34:45","date_gmt":"2013-06-26T16:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?page_id=65"},"modified":"2019-04-08T16:09:58","modified_gmt":"2019-04-08T14:09:58","slug":"bettina-schad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?page_id=65","title":{"rendered":"Bettina Schad"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_939\" style=\"width: 232px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?attachment_id=939\" rel=\"attachment wp-att-939\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-939\" data-attachment-id=\"939\" data-permalink=\"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?attachment_id=939\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/christian-schad-bettina-1942.jpg?fit=761%2C1024&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"761,1024\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Christian Schad, Bettina, 1942\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Christian Schad, Bettina, \u00d6l\/Lw., 1942, Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg \u00a9 Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg (CSSA) \/ VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Ines Otschik (Museen der Stadt Aschaffenburg)&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Christian Schad, Portr\u00e4t seiner sp\u00e4teren Ehefrau, Bettina Mittelst\u00e4dt, 1942&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/christian-schad-bettina-1942.jpg?fit=222%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/christian-schad-bettina-1942.jpg?fit=761%2C1024&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-939\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/christian-schad-bettina-1942-222x300.jpg?resize=222%2C300\" alt=\"Christian Schad, Portr\u00e4t seiner sp\u00e4teren Ehefrau, Bettina Mittelst\u00e4dt, 1942\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/christian-schad-bettina-1942.jpg?resize=222%2C300&amp;ssl=1 222w, https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/christian-schad-bettina-1942.jpg?w=761&amp;ssl=1 761w\" sizes=\"(max-width: 222px) 100vw, 222px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-939\" class=\"wp-caption-text\">Christian Schad, Portr\u00e4t seiner sp\u00e4teren Ehefrau, Bettina Mittelst\u00e4dt, 1942<\/p><\/div>\n<p><em>&#8222;Oh Gott, ein Psychologe&#8230;!&#8220;,<\/em> dachte die junge Bettina Mittelst\u00e4dt, als Christian Schad sie im Jahr 1942 in einem Restaurant am Berliner Kurf\u00fcrstendamm anspricht. Er bittet um eine Portr\u00e4tsitzung. Im Gespr\u00e4ch wird ihr klar, dass es sich um den Maler der Ufa-Filmstars Kristina S\u00f6derbaum und Luise Ullrich handelt, dessen Portr\u00e4ts in der Kunstzeitschrift &#8222;Der Silberspiegel&#8220; abgedruckt worden waren. Kurze Zeit nach der ersten Begegnung entstand in Schads Atelier in der Lietzenburger Stra\u00dfe das Bildnis Bettina Mittelst\u00e4dts.<\/p>\n<p>Bettina Schad (geboren am 4. Juni 1921) war aufgewachsen als Tochter eines Grafikers in der Reformsiedlung Eden bei Oranienburg. In Berlin arbeitete sie als Schauspielerin und folgte dem Angebot eines Theaterengagements nach Schlesien. Sie erlebte das Kriegsende als Krankenschwester in Mecklenburg und war schlie\u00dflich in Ostfriesland kurzzeitig interniert.<\/p>\n<p>Im Herbst 1945 kam sie nach Aschaffenburg, wo Schad sie 1947 heiratete. Ihr Leben als aufstrebende Schauspielerin tauschte sie gegen diese Beziehung ein.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Das Leben mit ihm und f\u00fcr ihn war und ist mein Lebensinhalt. es war ein Genuss, mit ihm zu leben [&#8230;] Wir haben uns gut erg\u00e4nzt. Ich war abgeh\u00e4rteter als er. Was ich am Theater gesucht hatte, die totale Vereinigung von Seele, Geist und K\u00f6rper, habe ich in ihm gefunden.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>(Bettina Schad, Interview in der Aschaffenburger Tageszeitung Main-Echo, 12. Juli 2001)<\/p>\n<h3>Rettung vor der Zerst\u00f6rung<\/h3>\n<p>Im M\u00e4rz 1943 wird Schads Atelier in Berlin zerst\u00f6rt. Der K\u00fcnstler weilte zu diesem Zeitpunkt in Aschaffenburg. Bettina Mittelst\u00e4dt gelingt es, die Mehrzahl der dort vorhandenen Werke zu retten. Ihr Ziel ist es, die Bilder nach Aschaffenburg zu bringen. Am Vorabend des Transports wird auch das Geb\u00e4ude der Spedition am Bahnhof Lichterfelde zerst\u00f6rt. Allein der Umstand, dass das Umzugsgut aus Platzmangel \u00fcber Nacht auf einem Lastwagen in einer Nebenstra\u00dfe gelagert war, rettet die heute weltbekannten Werke Christian Schads vor dem Untergang.<\/p>\n<h3>Die Bewahrerin<\/h3>\n<p>Nach dem Tod des Malers im Jahr 1982 bewahrte seine Witwe das k\u00fcnstlerische Erbe ihres Mannes. Sie widmete sich mit gro\u00dfer Hingabe der Grundlagenarbeit als Vorbereitung einer wissenschaftlichen Erschlie\u00dfung seines Gesamtwerks. Es gelang ihr, einige der ver\u00e4u\u00dferten Werke ihres Mannes zur\u00fcckzukaufen sowie den umfangreichen privaten Nachlass durch zahlreiche dokumentarische Zeugnisse zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>In ihrem Keilberger Haus, An der Dornhecke 1, betreute sie mit offizieller Briefadresse &#8222;Nachlass und Archiv Christian Schad&#8220; eine f\u00fcr Sammler, Galeristen und Museumsleute gleicherma\u00dfen bedeutende Anlaufstelle. Ihre umfangreiche Recherchet\u00e4tigkeit profitierte dabei von den \u00fcber die Jahrzehnte gewachsenen internationalen Kontakten des Paares.<\/p>\n<h3>Die Stifterin<\/h3>\n<div id=\"attachment_192\" style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-192\" data-attachment-id=\"192\" data-permalink=\"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?attachment_id=192\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg?fit=1785%2C2495&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1785,2495\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Wolfram Eder, Portr\u00e4t-Fotografie Bettina Schad, Aschaffenburg 1990-2000 (CSSA 575\/2010)\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Wolfram Eder, Portr\u00e4t-Fotografie Bettina Schad, Aschaffenburg 1990-2000 (CSSA 575\/2010)&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Wolfram Eder, Portr\u00e4t-Fotografie Bettina Schad, Aschaffenburg 1990-2000 (CSSA 575\/2010)&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg?fit=214%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg?fit=732%2C1024&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-192\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina-214x300.jpg?resize=214%2C300\" alt=\"Wolfram Eder, Portr\u00e4t-Fotografie Bettina Schad, Aschaffenburg 1990-2000 (CSSA 575\/2010)\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg?resize=214%2C300&amp;ssl=1 214w, https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg?resize=732%2C1024&amp;ssl=1 732w, https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/abb-12eder-bettina.jpg?w=1785&amp;ssl=1 1785w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-192\" class=\"wp-caption-text\">Wolfram Eder, Portr\u00e4t-Fotografie Bettina Schad, Aschaffenburg 1990-2000<\/p><\/div>\n<p>Bettina Schad ist am 31. M\u00e4rz 2002 gestorben. Bereits Jahre zuvor hatte sie sich entschlossen, den gesamten in ihrem Besitz befindlichen k\u00fcnstlerischen und privaten Nachlass in eine gemeinn\u00fctzige Stiftung einflie\u00dfen zu lassen. Entsprechende Verhandlungen mit der Stadt Aschaffenburg, unterst\u00fctzt durch die damalige Direktorin der Museen, Ingrid Jenderko-Sichelschmidt, f\u00fchrten am 20. Dezember 1999 zur Zustimmung des Stadtrats f\u00fcr die Errichtung einer Stiftung.<\/p>\n<p>Am 9. Februar 2000 unterzeichnete der damalige Oberb\u00fcrgermeister Willi Reiland zusammen mit Bettina Schad den entsprechenden Trauhandvertrag, im Oktober des Jahres wurde durch seinen Nachfolger, Oberb\u00fcrgermeister Klaus Herzog, schlie\u00dflich der Erbvertrag abgeschlossen und damit die Satzung der Stiftung rechtskr\u00e4ftig. Den Vorsitz der Stiftung hielt Bettina Schad bis zu ihrem Lebensende inne. Bis zu seinem Tod am 30. April 2007 geh\u00f6rte dem Stiftungsbeirat neben Carl-Heinz Heuer und Stefan Lafaire auch Christian Schads Sohn aus erster Ehe, Nikloaus Schad, an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Oh Gott, ein Psychologe&#8230;!&#8220;, dachte die junge Bettina Mittelst\u00e4dt, als Christian Schad sie im Jahr 1942 in einem Restaurant am Berliner Kurf\u00fcrstendamm anspricht. Er bittet um eine Portr\u00e4tsitzung. 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