{"id":552,"date":"2015-11-03T10:38:38","date_gmt":"2015-11-03T09:38:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=552"},"modified":"2015-12-15T09:29:25","modified_gmt":"2015-12-15T08:29:25","slug":"zurueckgekehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=552","title":{"rendered":"Zur\u00fcckgekehrt"},"content":{"rendered":"<p>Lange Zeit befanden sich Christian Schads Portr\u00e4ts \u201eRuth Freifrau Gorup von Besanez\u201c und \u201eJosef Kurt Freiherr Gorup von Besanez\u201c in Familienbesitz. Doch dank einer privaten Schenkung z\u00e4hlen die beiden \u00d6lgem\u00e4lde seit Juni 2015 zu der Sammlung der st\u00e4dtischen Museen Aschaffenburg. Somit ist das Ehepaar nach einigen Jahren der Abwesenheit wieder in die \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p>Baron Gorup von Besanez gefiel das zuvor in der Zeitschrift Silberspiegel publizierte und von Christian Schad gemalte Portr\u00e4t der Filmschauspielerin Kristina S\u00f6derbaum \u00e4u\u00dferst gut. Er beauftragte deshalb den K\u00fcnstler, seine Frau Ruth auf Leinwand zu verewigen. Um dem Wunsch des Barons nachzukommen, reiste Christian Schad 1942 nach Aschaffenburg. So entstand innerhalb von drei Wochen und zu einem Honorar von 1200 RM das erste von Schad in Aschaffenburg gefertigte Bild. Im Hintergrund sind das Schloss Johannisburg und die Stiftskirche zu erkennen.<\/p>\n<p>Ein Zettel auf der R\u00fcckseite des Gem\u00e4ldes vermerkt, dass es zuletzt in der \u201eJesuitenkirche \u2013 Galerie der Stadt Aschaffenburg\u201c (heute \u201eKunsthalle Jesuitenkirche\u201c) ausgestellt wurde. Dort konnte es vom 18. September bis zum 13. November 1994 in der Ausstellung \u201eChristian Schad \u2013 Die sp\u00e4ten Jahren 1942-1982\u201c bewundert werden. Solche schriftlichen Hinweise erz\u00e4hlen die Reise eines Objektes, weshalb sie als Dokument an diesem befestigt bleiben.<\/p>\n<h4>Restaurierungsarbeiten<\/h4>\n<div id=\"attachment_553\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/restaurierung_besanez_fotokraft-1.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-553\" data-attachment-id=\"553\" data-permalink=\"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?attachment_id=553\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/restaurierung_besanez_fotokraft-1.jpg?fit=1728%2C2304&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1728,2304\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix HS30EXR&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1445359627&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;8&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Restaurierung Gorup von Besanez\" data-image-description=\"&lt;p&gt;Auf der Staffelei wartet Christian Schads Portr\u00e4t der \u201eRuth Freifrau Gorup von Besanez\u201c auf seine weitere Behandlung. Foto: Anne Kraft (Museen der Stadt Aschaffenburg)&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Auf der Staffelei wartet Christian Schads Portr\u00e4t der \u201eRuth Freifrau Gorup von Besanez\u201c auf seine weitere Behandlung.&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/restaurierung_besanez_fotokraft-1.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/restaurierung_besanez_fotokraft-1.jpg?fit=768%2C1024&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-553\" alt=\"Auf der Staffelei wartet Christian Schads Portr\u00e4t der \u201eRuth Freifrau Gorup von Besanez\u201c auf seine weitere Behandlung. 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Foto: Anne Kraft (Museen der Stadt Aschaffenburg)<\/p><\/div>\n<p>Doch die Zeit hinterl\u00e4sst ihre Spuren und auch Kunstwerke bleiben hiervon nicht verschont. Gerade Gem\u00e4lde sind meist \u00e4u\u00dferst empfindlich. Auch Christian Schads Portr\u00e4t \u201eRuth Freifrau Gorup von Besanez\u201c kam deshalb in die behutsamen H\u00e4nde der Restauratorin Sabine Denecke.<\/p>\n<p>Zentraler Aspekt ihrer Arbeit war hierbei vor allem die Abnahme von Oberfl\u00e4chenschmutz. Au\u00dferdem war die Leinwand an den Seiten eingedr\u00fcckt. Ein solcher Schaden kann zum Beispiel durch h\u00e4ufiges Anfassen und Umh\u00e4ngen des Gem\u00e4ldes entstehen. Die Restauratorin konnte diese Stellen gl\u00e4tten.<\/p>\n<p>Da Kunstwerke sehr unterschiedliche Schadensbilder mit sich bringen, gibt es keine Standartvorgehensweise bei der Restaurierung. Jedes einzelne Objekt, so auch Schads Portr\u00e4t, beansprucht auf Grund seiner individuellen Behandlung viele Stunden Arbeit.<\/p>\n<p>Josef Kurt Freiherr Gorup von Besanez gefiel das Bild seiner Ehefrau offenbar so gut, dass er sich 1943 ebenfalls von Christian Schad portr\u00e4tieren lie\u00df. Auch dieses Werk kommt demn\u00e4chst in die Werkstatt von Sabine Denecke. Danach wird das Ehepaar Gorup von Besanez bereit sein, den Besuchern des zuk\u00fcnftigen Christian-Schad-Museums pr\u00e4sentiert zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Zur Autorin<\/h4>\n<p>Leonie Budion, 18, absolviert zurzeit ein Praktikum bei den Museen der Stadt Aschaffenburg, um ihre Studienplanungen zu festigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Titelabbildungen<\/h4>\n<p>Deutlich setzt sich die noch verschmutzte Oberfl\u00e4che vom bereits gereinigten Gem\u00e4ldeteil ab. Foto: Anne Kraft (Museen der Stadt Aschaffenburg)<\/p>\n<p>Sabine Denecke, die Restauratorin der Museen der Stadt Aschaffenburg, befreit behutsam das Gem\u00e4lde vom Oberfl\u00e4chenschmutz. Foto: Anne Kraft (Museen der Stadt Aschaffenburg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange Zeit befanden sich Christian Schads Portr\u00e4ts \u201eRuth Freifrau Gorup von Besanez\u201c und \u201eJosef Kurt Freiherr Gorup von Besanez\u201c in Familienbesitz. Doch dank einer privaten Schenkung z\u00e4hlen die beiden \u00d6lgem\u00e4lde seit Juni 2015 zu der Sammlung der st\u00e4dtischen Museen Aschaffenburg. Somit ist das Ehepaar nach einigen Jahren der Abwesenheit wieder in die \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgekehrt. 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