{"id":1030,"date":"2016-08-10T15:45:28","date_gmt":"2016-08-10T13:45:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=1030"},"modified":"2019-01-30T13:29:08","modified_gmt":"2019-01-30T12:29:08","slug":"silhouetten-aus-alltagsgegenstaenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=1030","title":{"rendered":"Silhouetten aus Alltagsgegenst\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, eine F\u00fclle von Materialien aus Plastikfolie, alten Zeitungspapierausschnitten, Papierschnipseln und Pappschablonen liegt vor Ihnen und daneben die Abbildung einer Schadographie von Christian Schad. Wie h\u00e4ngt das denn zusammen?<\/p>\n<p>Als Praktikantin der Museen der Stadt Aschaffenburg durfte ich f\u00fcr die Vorbereitung des Christian Schad Museums hinter die Kulissen blicken. Dabei besch\u00e4ftigte ich mich mit den originalerhaltenen Materialen, die er f\u00fcr seine Fotogramme verwendete.<\/p>\n<div id=\"attachment_1035\" style=\"width: 244px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1035\" data-attachment-id=\"1035\" data-permalink=\"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?attachment_id=1035\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg?fit=1233%2C1575&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1233,1575\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;FinePix HS30EXR&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1470844345&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.2&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.033333333333333&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Material f\u00fcr die Schadographie 170\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Beschriftung&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg?fit=234%2C300&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg?fit=801%2C1024&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1035 \" title=\"Kopie der Schadographie 170 mit dem originalen Plastikobjekt, das Christian Schad bei der Erstellung 1977 verwendete.\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4-234x300.jpg?resize=234%2C300\" alt=\"Kopie der Schadographie 170 mit dem originalen Plastikobjekt, das Christian Schad bei der Erstellung 1977 verwendete.\" width=\"234\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg?resize=234%2C300&amp;ssl=1 234w, https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg?resize=801%2C1024&amp;ssl=1 801w, https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-4.jpg?w=1233&amp;ssl=1 1233w\" sizes=\"(max-width: 234px) 100vw, 234px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1035\" class=\"wp-caption-text\">Kopie der Schadographie 170 mit dem originalen Plastikobjekt, das Christian Schad bei der Erstellung 1977 verwendete.<\/p><\/div>\n<p>Ein Materialmix aus profanen Gegenst\u00e4nden, die mehr oder weniger transparent sind, legte Schad auf ein lichtempfindliches Fotopapier und belichtete sie anschlie\u00dfend. Je nach Lichtquelle und Belichtungszeit erschienen die Objekte schattenhaft auf einem dunklen Untergrund. Liebevoll verwandelte er Pappstreifen in Jalousien, aus Klarsichtfolie geformte Figuren wurden Meerjungfrauen und ein Klumpen aus Draht und Plastik pr\u00e4sentierte sich als tanzendes M\u00e4nnchen. Einzelne Elemente verwendete er sogar mehrmals in seinen Werken. Der Wandel der Wirkung ist erstaunlich! Schad lie\u00df banale Gebrauchsgegenst\u00e4nde auf eine spielerische Art lebendig werden. In seiner Genfer Zeit etablierte Schad die Fotografien ohne Kamera als Beitrag der dadaistischen Bewegung, die anschlie\u00dfend nach ihm \u201eSchadographien\u201c benannt wurden. Helen Adkins und Ines Otschik gehen im dritten Band des Werkverzeichnisses wissenschaftlich umfassend auf Schads Fotogramme und ihrer Entstehung ein. Auch im zuk\u00fcnftigen Schad-Museum, welches 2019 seine Tore \u00f6ffnet, soll dem Besucher einen umfangreichen Einblick auf die fragilen Objekte gegeben werden.<\/p>\n<p><a title=\"Weitere Informationen zum Werkverzeichnis\" href=\"http:\/\/www.museen-aschaffenburg.de\/schad-werkverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Informationen zum Werkverzeichnis<\/a><\/p>\n<p>Zur Autorin: Katja A. Hock, 22,\u00a0 absolvierte ein Praktikum im Rahmen ihres kunstgeschichtlichen Bachelor-Studiums bei den Museen der Stadt Aschaffenburg.<\/p>\n<p>Titelbild: Klarsichtfolie wird zu einer Meerjungfrau und ein Klumpen aus Draht und Plastik pr\u00e4sentierte sich als tanzendes M\u00e4nnchen. Foto: Anne Kraft, Museen der Stadt Aschaffenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, eine F\u00fclle von Materialien aus Plastikfolie, alten Zeitungspapierausschnitten, Papierschnipseln und Pappschablonen liegt vor Ihnen und daneben die Abbildung einer Schadographie von Christian Schad. Wie h\u00e4ngt das denn zusammen? Als Praktikantin der Museen der Stadt Aschaffenburg durfte ich f\u00fcr die Vorbereitung des Christian Schad Museums hinter die Kulissen blicken. Dabei besch\u00e4ftigte ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1032,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":""},"categories":[20],"tags":[31,26,39],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/csm_schadographie_material_fotokraft-2.jpg?fit=4608%2C3456&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8Wgjl-gC","jetpack-related-posts":[{"id":276,"url":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=276","url_meta":{"origin":1030,"position":0},"title":"Christian Schad in aller K\u00fcrze","date":"14. Mai 2015","format":false,"excerpt":"Christian Schad (1894-1982) geh\u00f6rt zu den bedeutendsten Meistern der \u201eNeuen Sachlichkeit\u201c. Die ihm zugeschriebene Erfindung der \u201eSchadographie\u201c z\u00e4hlt zu den klassischen Erscheinungen der Moderne. Sie wollen mehr \u00fcber Christian Schad wissen? Ausf\u00fchrliche Informationen finden Sie im Men\u00fcpunkt \"Christian Schad\".","rel":"","context":"In &quot;Wer?&quot;","img":{"alt_text":"Christian Schad vor dem Portrait \u201eBettina\u201c von 1977 (CSSA M 37)","src":"https:\/\/i2.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/christian-schad.jpg?fit=1200%2C906&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":177,"url":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=177","url_meta":{"origin":1030,"position":1},"title":"Au\u00dfenansichten","date":"2. Juni 2015","format":false,"excerpt":"Leitmotiv der Au\u00dfengestaltung des Museums ist die \"Schadographie\", die Fotografie ohne Kamera (Fotogramm). Weltweit wird Christian Schad mit dieser wesentlichen Neuerung der Modernen Kunst identifiziert. An Eingangsportalen, an Fassaden, Treppenh\u00e4usern und Aufz\u00fcgen werden Motive der Schadographie schon von weitem dem Besucher den Weg zum neuen Christian Schad Museum weisen. \u00a0\u2026","rel":"","context":"In &quot;Wie?&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/entwurf-csm.jpg?fit=1200%2C774&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":1055,"url":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=1055","url_meta":{"origin":1030,"position":2},"title":"Tag der offenen T\u00fcr","date":"26. Oktober 2016","format":false,"excerpt":"Was\u00a0 zeigen wir im Christian Schad Museum? Gibt es den perfekten Rahmen f\u00fcr ein Gem\u00e4lde? Wie entsteht eine Schadographie? Viele Fragen haben wir am 9. Oktober 2016 beim Tag der offenen T\u00fcr geh\u00f6rt und hoffentlich auch beantwortet. Ein kleiner R\u00fcckblick in Bildern (alle Fotos: Anne Kraft, Museen der Stadt Aschaffenburg):","rel":"","context":"In &quot;Wann?&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i1.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/img_5440.jpg?fit=1000%2C747&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":1252,"url":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=1252","url_meta":{"origin":1030,"position":3},"title":"Museumsperle","date":"13. September 2017","format":false,"excerpt":"Die Kolleginnen des Infopoints Museen & Schl\u00f6sser in Bayern betreiben den Blog \"Museumsperlen\" und stellen hier Sch\u00e4tze der bayerischen Museumslandschaft vor. Nun wurden wir gebeten, \u00fcber das zuk\u00fcnftige Christian Schad Museum und unsere aktuellen Projekten zu berichten und diese Museumsperle im Norden Bayern hervorzuheben. Dem sind wir nat\u00fcrlich gerne nachgekommen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Warum?&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":1341,"url":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=1341","url_meta":{"origin":1030,"position":4},"title":"Fr\u00f6hliche Weihnachten und viel Schwung f\u00fcrs Neue Jahr!","date":"20. Dezember 2017","format":false,"excerpt":"Wir w\u00fcnschen Ihnen f\u00fcr das neue Jahr solch fr\u00f6hliche und unbeschwerte Stunden, wie sie die Kinder im Stadtpark Steglitz sicherlich verlebt haben. Das Motiv unserer diesj\u00e4hrigen Weihnachtskarte stammt wieder von Christian Schad, der die schlittschuhlaufenden Kinder 1934\/35 im Stadtpark Steglitz fotografierte. Nehmen Sie mit uns Anlauf, starten Sie mit Schwung\u2026","rel":"","context":"In &quot;Wann?&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/CSM_Schad_CSSA442-2011_Ausschnitt.jpg?fit=1000%2C200&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":822,"url":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/?p=822","url_meta":{"origin":1030,"position":5},"title":"Experiment Schadographie","date":"20. Januar 2016","format":false,"excerpt":"Eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Kunststunde stand f\u00fcr die Zehntkl\u00e4ssler des Hanns-Seidel-Gymnasiums H\u00f6sbach auf dem Stundenplan. Der Kunstlehrer Bernd D\u00f6rig hatte in Kooperation mit den Museen der Stadt Aschaffenburg im Zunftsaal von Schloss Johannisburg eine K\u00fcnstlerwerkstatt vorbereitet. \u00c4hnlich wie Christian Schad vor knapp hundert Jahren durften die Sch\u00fcler mit lichtempfindlichem Papier und unterschiedlichsten\u2026","rel":"","context":"In &quot;Wie?&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.christian-schad-museum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/experiment_schadographie_foto-otschik.jpg?fit=1200%2C801&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1030"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1030"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1030\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1641,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1030\/revisions\/1641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christian-schad-museum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}