(vom 11.02.2022)
Der Bus auf Bestellung
Ab sofort geht es noch mobiler und flexibler durch die Stadt – mit dem neuen City-Shuttle der Aschaffenburger Verkehrsbetriebe. Online gebucht, kommt er „wie gerufen“ und ergänzt an Sonn- und Feiertagen den regulären Linienbus-Verkehr. Lesen Sie in unserem Blogbeitrag, welche zusätzlichen Möglichkeiten und Vorteile der City-Shuttle Ihnen bietet. Alle Infos und Links zur App unter www.stwab.de/cityshuttle
Seit 6. Februar ist der On-Demand-Bus im gesamten Aschaffenburger Stadtgebiet unterwegs. Er bringt seine Fahrgäste auf Abruf und ohne festen Fahrplan an Sonn- und Feiertagen von 6 Uhr bis 1 Uhr am nächsten Tag an das gewünschte Ziel.
Warum an Sonn- und Feiertagen? Weil Untersuchungen ergeben haben, dass an diesen Tagen die Fahrziele ganz andere sind als unter der Woche, wenn es zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen geht. An den freien Tagen besucht man Freunde und Verwandte, will raus ins Grüne oder zu anderen Freizeitzielen. Da passen die regulären Buslinien nur begrenzt.
Per App bestellen
Der City-Shuttle fährt also ausschließlich auf Bestellung. Das geht, wie auch die Bezahlung, ganz digital per App. Einfach die kostenlose City-Shuttle-App auf ein Mobilgerät herunterladen, sich einmalig registrieren und bargeldloses Zahlungsmittel wie Kreditkarte oder Paypal hinterlegen. Schon kanns losgehen.
Die Fahrt kostet zwei Euro. Wer eine Zeitkarte hat, zahlt einen Euro. Das ist zwar teurer als der reguläre Busfahrschein, bietet aber dafür viele Vorteile und Annehmlichkeiten.
Das ist vor allem die große Flexibilität, die der City-Shuttle für die Fahrgäste bereithält. So sind Abfahrts- und Ankunftszeiten nicht an einen starren Fahrplan gebunden. Vielmehr können Kund*innen sie beliebig wählen. Und ob Kurzentschlossene oder Langfristplaner, das City-Shuttle kann bis zu zehn Minuten vor Fahrtantritt oder maximal 72 Stunden im Voraus gebucht werden.
Ein dichtes Netz aus über 300 realen Bushaltestellen und virtuellen Haltepunkten sorgen für kurze Entfernungen. Kein Fußweg zum nächsten Stopp soll länger als 250 Meter sein. Die virtuellen Haltepunkte sieht man übrigens nur auf der City-Shuttle-App. Sie navigiert die Fußgänger*innen direkt zum jeweiligen Einstiegshaltepunkt.
Pünktlich am Ziel
Die Kund*innen haben die Wahl: Sie können entweder die gewünschte Abfahrts- oder die Ankunftszeit in die App eingeben. Beim Anruf-Sammel-Transport lässt sich dagegen nur die Abfahrtszeit, nicht aber die Ankunftszeit planen. Der Einstiegspunkt wird über den aktuellen Standort ermittelt oder auf dem Display markiert. Alternativ kann er auch eingetippt werden, das gewünschte Ziel gibt man generell über die Tastatur ein.
Dann ermittelt die App im Hintergrund die passende Route, teilt die Abfahrts- und Ziel-Haltestellen mit und rechnet aus, wie lange die Fuß- und Fahrtwege sind. Außerdem zeigt die App dem wartenden Fahrgast, wo sich „sein“ Shuttle gerade befindet.
Die einzelnen Haltestellen steuert der On-Demand-Bus nur an, wenn eine Bestellung vorliegt. Die App bringt Fahrgäste mit ähnlichen Fahrtzielen zusammen. Sie teilen sich – wie im Linienbusangebot – das Shuttle. Anders als beim Anruf-Sammel-Transport gibt es jedoch keine Fahrt bis vor die Haustüre. Denn der City-Shuttle soll keine Konkurrenz zum Taxi werden.
Drei Kleinbusse im Einsatz
Der City-Shuttle bietet vor allem in nachfrageschwachen Zeiten ein verlässliches öffentliches Mobilitätsangebot, mit dem Fahrgäste einfach und bequem ans gewünschte Ziel kommen. Gleichzeitig wertet es den ÖPNV in Aschaffenburg deutlich auf und sorgt für mehr Mobilität und Komfort – auch außerhalb der regulären Betriebszeiten und des Liniennetzes.
Entwickelt wurde die Mobilitäts-App von den Deutsche Bahn-Töchtern ioki und CleverShuttle. ioki liefert die gesamte Plattformtechnologie für den Verkehr, also neben der App für die Fahrgäste auch die App für die Shuttle-Fahrer und das Betriebssystem für die Schaltzentrale der Stadtwerke.
CleverShuttle sorgt für den operativen Betrieb und stellt das Personal. Der neue On-Demand-Verkehr ist mit drei Kleinbussen gestartet. Die Stadtwerke Aschaffenburg stellen zwei Verbrenner-Fahrzeuge von Mercedes und Volkswagen. CleverShuttle steuert ein elektrisch betriebenes Fahrzeug der Marke Nissan bei. Coronabedingt ist die Fahrgastzahl auf maximal vier Personen pro Fahrzeug begrenzt.
Der Testbetrieb läuft zunächst bis zum Ende Januar 2024. Dann soll entschieden werden, ob das Angebot fortgeführt oder eingestellt wird.
Breites Mobilitätsangebot
Die Stadtwerke arbeiten im ÖPNV schon bislang mit verschiedenen Partnern zusammen, um die bestmöglichen Lösungen für die Kund*innen abzubilden. Denn nur so ist das breite und vielfältige Mobilitätsangebot möglich. In Aschaffenburg umfasst das den Busbetrieb, den Anruf-Sammel-Transport , Carsharing, Parkhäuser und Ladesäulen für die E-Mobilität. Außerdem ist zusätzlich ein Fahrrad-Verleih geplant.
Auch andere App-Lösungen sind bereits im Einsatz, wie Fairtiq, die App für Handytickets im ÖPNV, oder „PayByPhone“, mit der Autofahrer*innen in der Aschaffenburger Innenstadt Parkgebühren einfach und bequem per Smartphone bezahlen können.
Mehr Informationen rund um das City-Shuttle gibt es hier.
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