(vom 13.03.2020)
Frischer Wind für die Energiewende
Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland muss der Anteil erneuerbarer Energien beim Strommix deutlich steigen. Seit vielen Jahren leistet die AVG ihren Beitrag dazu. Neben dem Biomasseheizkraftwerk im Leiderer Hafen und diverser Solaranlagen sorgt auch die Beteiligung an mehreren Windparks für Rückenwind in Sachen regenerativer Energieversorgung.
Bereits seit 2011 ist die AVG an der Energieallianz Bayern (EAB), einem Zusammenschluss von 37 meist kommunalen Versorgungsunternehmen aus Bayern, beteiligt. Die EAB hat es sich zur Aufgabe gemacht, Projekte zur regenerativen Stromerzeugung zu realisieren, Beteiligungen zu vermitteln und Zweckgesellschaften zur Errichtung und zum Betrieb von Energieerzeugungsanlagen zu planen, um dadurch die örtliche Energieversorgung zu stärken.
Heute ist die AVG über die EAB an insgesamt sechs Windparks und 26 Windkraftanlagen im Binnenland beteiligt. Dazu gehören die Windparks Oerlenbach (Landkreis Bad Kissingen, 3 Räder), Zieger (Bayerischer Wald, 5 Räder), Neutz (Sachsen-Anhalt, 10 Räder) und Domnitz I und II (Sachsen-Anhalt, 6 Räder). Seit Ende 2019 ist die AVG auch am Windpark Adorf-Ost in Hessen mit 2 Windrädern beteiligt, der zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt wurde.
Die erzeugte Energie der Windparks (ohne Adorf), an denen die AVG beteiligt ist, lag im Jahr 2019 mit 106 Mio kWh fast 11 Prozent über dem Vorjahr.
Alle 26 Windkraftanlagen haben zusammen eine Leistung von ca. 62 MW, das sind 62 Mio. kW, und erzeugen im Jahr ca. 115 Mio. kWh regenerativen Strom. Diese Menge reicht, um den Bedarf von rund 140.000 Privatpersonen zu decken. Sie vermeiden zudem den Ausstoß von rund 62.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Wind bewegt uns seit Jahrtausenden
Die Windenergie ist eine der ältesten Energieformen, die sich die Menschen zunutze machen – um Ozeane zu überqueren, Korn zu mahlen oder Wasser zu pumpen. Mit dem Aufkommen der Elektrizität entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Windkraftanlagen auf der Grundlage der Windmühlentechnik. Dennoch war es ein langer Prozess, bis sich die Windenergie als ernst zu nehmende Methode für die moderne Stromerzeugung durchsetzen konnte.
1987 eröffnete der erste Windpark in Deutschland. Die 30 Windkraftanlagen produzierten damals rund 1000 Kilowatt Leistung. Das reichte für die Stromversorgung von knapp 400 Haushalten. Heute leistet ein einziges Windkraftwerk an Land locker das Vierfache, auf See auch das Sechs- bis Achtfache. Die Leistung der Landanlagen hat sich dabei ungefähr um den Faktor 80 erhöht - eine technische Umwälzung, die kaum jemand erwartet hat.
Heute gibt es laut Bundesverband WindEnergie knapp 31.000 Windanlagen in Deutschland, davon rund 1.500 auf See. Sie haben 2019 ca. 132 Mrd. kWh Strom erzeugt, das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat die Windkraft erstmals die Stromerzeugung aus Braunkohle überholt und ist zur wichtigsten Stromenergiequelle in Deutschland geworden. Die Windenergie hat einen Anteil von 24,4 Prozent am Strommix, die Braunkohle rund 20 Prozent, gefolgt von der Kernenergie mit 14 Prozent.
Insgesamt liegen jedoch fossile Energieträger plus Atomkraft mit 54 Prozent des erzeugten Stroms noch immer vor den erneuerbaren Energien mit 46 Prozent. Ihr Anteil nimmt jedoch kontinuierlich zu und soll bis 2030 bei 65 Prozent liegen.
Die AVG wird sich auch in Zukunft noch an mehreren Anlagen beteiligen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen und denkt dabei an Photovoltaikanlagen oder weitere Windkraftanlagen.
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