Netzwerk-2-2022
Drei neue Elektrobusse für die Stadtwerke-Flotte Ohne Emissionen durch die Stadt Absolut sauber, ohne jegliche Emissio- nen und dazu auf leisen Sohlen durch die Innenstadt – so sind die drei moder- nen E-Busse im Aschaffenburger Stadt- gebiet unterwegs. Hatten die Abgase der Dieselfahrzeuge dazu beigetragen, Grenzwerte von Feinstaub an Engstellen in der Stadt zu überschreiten, so wird dies mit den neuen emissionsfreien Bussen vermieden. Ein Solobus mit 12 Meter Länge und rund 70.000 km jährliche Fahrleistung spart im Jahr bis zu 65 Tonnen CO 2 ein. Die Fahrzeuge sind auf dem neuesten Stand der Technik. So verfügen sie unter anderem über eine Wärmepumpe. Das hat den Vorteil, dass ein großer Teil der bereitgestellten Heizenergie aus der Umgebungsluft bezogen wird und weit- aus weniger Strom benötigt als ohne Wärmepumpe. Fünf Batterien mit einer Gesamtkapa zität von 440 kW/h ermöglichen eine MOBILITÄT Seit Juni gehören drei Elektrobusse zur Stadtwerke-Flotte. Jetzt liegen die ersten Erfahrungswerte vor. Und die können sich – ebenso wie die schicke Optik der Busse – sehen lassen. Reichweite des Stromers von rund 280 Kilometern mit einer Batterie ladung – natürlich je nach Witterung und Auslastung. Damit reicht sie für rund 85 Prozent der 65 verschiedenen, präzise aufeinander abgestimmten täg- lichen Umläufe der Stadtbusse. Sicherheit großgeschrieben Bislang haben die Stadtwerke zehn der 120 Busfahrer*innen für das Fahren mit dem Elektrobus fit gemacht. Neben der richtigen Handhabung des Busses und der Ladevorrichtungen bedeuten gerade die fehlenden Außenspiegel eine Um- stellung. Denn statt der ausladenden Rückspiegel, die häufig enge Durchfahr- ten erschwerten, sind im vorderen Be- reich des Busses zwei Kameras instal- liert, die die Straßensituation auf kleine Monitore in das Buscockpit übertragen. Darüber hinaus verfügen die Busse über zahlreiche Sicherheits- und Assistenz- systeme, um den Sicherheitsstandard zu erhöhen und die Fahrt für die Gäste so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch ein Not- bremsassistent. Denn nicht nur im Bus selbst ist es viel leiser als bei den her- kömmlichen Dieselbussen. Auch für an- dere Verkehrsteilnehmer ist der Bus kaum zu hören. Geladen werden die leisen Riesen mit Ökostrom. Das war eine Bedingung für die staatliche Förderung der Anschaf- fungskosten für die Busse sowie die La- deinfrastruktur. Auf dem Betriebshof der städtischen Verkehrsbetriebe in der Hefner-Alteneck-Straße stehen drei fes- te Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 200 kW. Außerdem gibt es ein mobiles Ladegerät. Werden die Stadtwerke weitere E-Busse anschaffen? Nein. Vielmehr setzen die Stadtwerke auf Wasserstoff und Brenn- stoffzellen als Antrieb und verfolgen damit konsequent ihre Wasserstoffstra- tegie. Die Erfahrungen mit den E-Bus- sen sind jedoch wichtig und wertvoll, um für Aschaffenburg auf den richtigen Bus zu setzen. 5
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