Netzwerk-2-2022
ENGAGEMENT Mit dem Projekt „Ju- gend und Technik“ will der Rotary Club Aschaffenburg Schüler*innen der drit- ten und vierten Klasse an Naturwissen- schaft und Technik heranführen, um so früh wie möglich ihr Interesse hierfür zu wecken. Die Stadtwerke Aschaffenburg unterstüt- zen das Projekt, um möglichst viele Kin- der spielerisch für das Thema Technik zu begeistern. Denn als technischer Betrieb sind die Stadtwerke Aschaffenburg auch Mit dabei – die Stadtwerke Aschaffenburg Kinder für Technik begeistern in Zukunft an motivierten und technikbe- geisterten Auszubildende interessiert. „Jugend und Technik“ wurde vor 12 Jah- ren vom RC Aschaffenburg initiiert und seitdem in jedem Schuljahr an inzwi- schen 25 Schulen durchgeführt. Der TÜV Hessen Stiftung TÜV Kids steuert das technische Know-how bei und organisiert die Materialien für den Kurs. Der Rotary Club sucht für jede Schule einen Sponsor, der die kompletten Kurskosten inklusive Schülermaterial und Trainerhonorar über- ENGAGEMENT Energiegeladen geht es einmal pro Jahr in nahezu allen dritten und vierten Klassen der Aschaffenbur- ger Grundschulen zur Sache. Dann findet unter der Überschrift „Energie erleben und verstehen.“ der umweltpädagogi- sche Sachunterricht statt, durchgeführt von der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. (DUA). Die Doppelstunde mit Wind- kraftrad und Mini-Solarauto wird von der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) finanziert und wird seit 13 Jahren den Aschaffenburger Grundschulen als attraktive Ergänzung zum Unterricht angeboten – und ist heute aktueller denn je. Wie wird Strom produziert und wie kommt er in unsere Steckdosen? Das erleben und lernen die Dritt- und Viert- klässler spielerisch und interaktiv, kindgerecht und spannend aufberei- tet von der Umweltpädagogin der DUA, nimmt. Mit dabei auch die Stadtwerke Aschaffenburg, die die Patenschaft für die Erich-Kästner-Schule in Gailbach übernommen haben. Von programmierbarer Maus über Strom- prüfschaltungen und kleine Modell-Hebebühnen bis hin zu einem Feuch tigkeitsmesser, die Schüler lernen spielerisch innerhalb von 10 Doppelstun- den, was Technik beinhaltet und wie sie mit unserer Umwelt verknüpft ist. Hannelore Stuckert. Sie erklärt anhand einer aufblasbaren Weltkugel und einer Plastiktüte, was die Erdatmosphäre ist und warum sie so wichtig ist. An einer Dampfmaschine als Kohlekraft- werk, einem Windrad für die Stromer- zeugung durch Windkraft, dem Modell eines Wasserkraftwerkes und einem so- largetriebenen Modellauto für die Son- nenenergie erleben die Schüler*innen hautnah, wie unterschiedlich Elektrizi- tät erzeugt werden kann. Dabei lernen sie auch, dass in herkömmlichen Kraft- werken Kohle, Gas und Erdöl verbrannt wird, was schlecht für die Umwelt ist. Besser, weil ohne Verbrennung, sind Kraftwerke, die mit Wind, Wasser oder Sonne betrieben werden und so grünen Strom produzieren. Kräftig pusten die Kinder in ein kleines Windrad und beobachten, wie das sich drehende Windrad und die daran angeschlossene Turbine ein kleines Lämpchen zum Leuchten bringt. Wie wichtig das An- fassen und selbst Ausprobieren für die Kinder ist, weiß Hannelore Stuckert aus vielen Unterrichtsstunden: „Nur was tatsächlich „begriffen“ wird, wird auch verstanden“. Zum Abschluss des 90-minütigen Unter- richts dürfen die Kinder das Gelernte in Ideen umsetzen, wie sie in der Schule und Zuhause bewusster mit Energie um- gehen können, um den eigenen Strom- verbrauch zu senken: Elektrische Geräte ganz ausschalten und nicht im Standby- Modus laufen lassen, Lampen beim Ver- lassen eines Zimmers ausschalten oder weniger Fernsehen, das sind nur einige Strategien, die die Mädchen und Jungen mitnehmen. Umweltpädago g ischer U nterrich t + BE G REIFE N E NERGIE ERLEBE N 13
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