Netzwerk-1-2022

SAUBERE UMWELT Die Entschei- dung ist gefallen. Ab Anfang 2023 kommt die gelbe Wertstofftonne für das Stadtgebiet Aschaffenburg. Sie löst den Gelben Sack ab und sorgt für eine umweltschonende und saubere Sammlung von Verpackungen aus Plastik, Metall und sogenannten Ver- bundstoffen. Die Entsorgungsbetriebe der Stadtwer­ ke Aschaffenburg haben mit der Zentek GmbH, eines der elf privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systeme, kürzlich die Zusammenarbeit vereinbart. Der Stadtrat und die Mehrheit der Dualen Systeme hat dem Verhandlungsergeb­ nis, der sogenannten Abstimmungs­ vereinbarung, zugestimmt. Damit ist der Weg für die Wertstoffton­ ne in Aschaffenburg frei. Mit ihr wird die Mülltrennung einfacher. Verbrau­ cher*innen müssen nicht mehr zwischen Verpackungen und stoffgleichen Nicht­ verpackungen unterscheiden, sondern nur noch nach Materialien trennen. Das heißt, Papier kommt in die Papier­ tonne, Glas in den Container und Kunst­ stoff sowie Metall eben in die Wert­ stofftonne. Dazu zählen beispielsweise dann auch Haushaltsgegenstände wie Schüsseln, Kochtöpfe, Bratpfannen und Besteck, aber auch Plastikspielzeug Gelbe Wertstofftonne ab 2023 in Aschaffenburg Auslaufmodell Gelber Sack etc. – alles Dinge, die bislang über den Restmüll entsorgt wurden. Mit der Wert­ stofftonne gelangen sie also künftig in die Wiederverwertung. Das schont die Umwelt, reduziert Schadstoffe und spart nicht zuletzt Ressourcen, Roh­ stoffe und Geld … sowie mehr als eine Million Gelbe Säcke pro Jahr nur in Aschaffenburg! Geplant sind Wertstofftonnen bzw. -container in den Größen 240 Liter und 1.100 Liter. Zusätzliche Kosten für die „Gelbe Tonne“, wie sie auch wegen ihrer Farbe häufig genannt wird, sind für die Aschaffenburger Bürger*innen nicht vorgesehen, da rund 80 Prozent bereits über den Handel finanziert sind. Die Verwertung der Verpackungen, zum Bei­ spiel des Joghurtbechers, werden mit dem Kauf des Produkts bezahlt. Das Duale System Die Sammlung, Sortierung und Verwertung der Verkaufsverpackungen sowie bei der Wertstofftonne zusätzlich auch stoffgleiche Nichtverpackungen werden bundesweit durch die Dualen Systeme organisiert. Das Duale System entstand 1991 in Deutschland als privatwirtschaftlich organisiertes, zusätz­ liches, also „duales“ Erfassungssystem neben dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungssystem, das die Kommunen und Landkreise verantworten. Sie finanzieren sich über Lizenzentgelte, die Handel und Industrie für jede Verpackung an die Dualen Systeme als Betreiber des Entsorgungssystems „Gelber Sack bzw. Wertstofftonne“ entrichten. Wie geht es weiter? Aktuell laufen die Ausschreibungen des Dualen Systems Zentek für einen Partner vor Ort, der die Bereitstellung und Leerung der Wert­ stofftonnen für die nächsten drei Jahre übernimmt. Die Stadtwerke möchten dafür in Kooperation, wie bei den ande­ ren Mülltonnen auch, für die Wertstoff­ tonne den „Full-Service“ anbieten, also dass die Tonne zur Leerung vom Grund­ stück geholt und wieder zurückgestellt wird. Mit der Einführung der Wertstofftonne werden die Container für Weißblech abgezogen. Gelbe Säcke gibt es dann keine mehr. Sie können jedoch bei den beiden Recy­ clinghöfen wie auch alle anderen Wert­ stoffe weiterhin abgegeben werden. 11

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