Netzwerk-2-2022
SAUBERE UMWELT Die Stadtwerke arbeiten konsequent an ihrem Plan, die kommunale Mobilität, ob im ÖPNV oder bei Müllfahrzeugen, so weit wie möglich auf Wasserstoff und Brenn- stoffzellenantriebe umzustellen und damit emissionsfrei zu gestalten. So werden nach einer europaweiten Aus- schreibung die Stadtwerke in den nächs- ten drei Jahren 12 Busse mit Wasser stoffantrieb bestellen, um die Busse mit herkömmlichem Dieselantrieb zu erset- zen. Zusammen mit den drei reinen batte- rieelektrischen Busse fährt dann bereits ein Viertel der gesamten Stadtbusfotte CO 2 -neutral durch Aschaffenburg. Sie er- füllt damit die Anforderungen der „Clean Vehicle Directive“ zur Förderung bzw. Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge. Insgesamt erhielten die Stadtwerke für die Anschaffung der 12 Brennstoff zellen-Busse eine Förderung durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Höhe von 3,648 Millionen. Bereits bestellt und noch in 2023 recht- zeitig ausgeliefert wird ein ebenfalls gefördertes Müllfahrzeug mit Brenn- stoffzellenantrieb für die Entsorgungs- betriebe. Öffentliche Wasserstofftankstelle Bereits heute gilt Aschaffenburg inner- halb Bayerns als Wasserstoff-Modellre- gion, insbesondere für die Wasserstoff- Logistik. Beim Ausbau der Infrastruktur für Wasserstoff-Tankstellen nimmt sie zusammen mit den Stadtwerken sogar eine Vorreiterrolle ein. So ist die Errichtung einer öffent lichen Wasserstoff-Tankstelle mit einer Betankung von 350 und 700 bar auf dem Gelände der städtischen Verkehrsbetriebe schon in der Um setzung. Sie soll bis Ende 2023 fertig- gestellt werden, damit die ersten Wasserstoff-Busse ab Anfang 2024 hier betankt werden können. Die Stadtwer- ke erhalten für die Wasserstoff-Tank stelle insgesamt 1,9 Millionen Euro an Aschaffenburg wird Bayerns Wasserstoff-Modellregion Zwölf H 2 -Busse, ein Müllfahrzeug und eine Tankstelle Fördermitteln. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 3 Millionen Euro. Ziel ist es, die kommunale Mobilität, sei es im ÖPNV oder bei Müllfahrzeugen, so weit wie möglich auf Wasserstoff umstellen. Für April 2023 ist das ers- te wasserstoffbetriebene Müllfahrzeug avisiert. So soll auch von der Wasser- stoff-Tankstelle eine Signalwirkung für die Region ausgehen. Denn Wunsch und Ziel ist es, Unternehmen in und um Aschaffenburg zu motivieren, sich ihrer- seits für Wasserstoff betriebene Fahr- zeuge zu entscheiden. Die Stadtwerke wollen nach Möglichkeit den benötigten Wasserstoff teilweise selbst produzieren – für klimapolitische Korrektheit natürlich mit Ökostrom. So soll die ehemals städtische Mülldeponie bei Karlstein-Dettingen mit einer Foto- voltaik-Anlage versehen werden. Zum anderen ließe sich auch im Kompostwerk Wasserstoff aus Biomethangas durch die sogenannte Plasmalyse gewinnen. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger bei der Übergabe des Förderbescheids zu Errichtung einer öffent lichen Wasserstofftankstelle an den Aschaffenburger Oberbürgermeister Jürgen Herzing und an Dieter Gerlach, Werkleiter der Stadtwerke Aschaffenburg Stadtwerke-Chef Dieter Gerlach und Oberbürgermeister Jürgen Herzing freuen sich über eine Förder zusage für zwölf Brenn- stoffzellen-Busse, überreicht durch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr Daniela Kluckert am 11. Juli 2022 in Berlin. 6
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