Netzwerk-2-2022

Preise für Strom und Gas Der durchschnittliche Strompreis in Deutschland bei einem Jahres- verbrauch von 4.000 Kilowattstun- den (kWh) lag Stand Oktober 2022 bei 53,83 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Zwar ist der Strompreis in 2022 durch die Senkung der EEG-Umlage von 6,5 ct/kWh auf 3,72 ct/kWh im Januar 2022 und die nochmalige Absenkung der Umlage auf 0,0 ct/kWh im Juli 2022 deutlich entlastet worden, dennoch konnten die explodieren- den Rohstoffpreise damit nicht vollständig abgefangen werden. Eine Kilowattstunde Gas kostet in Deutschland im Mittel derzeit 19,4 Cent. Das geht aus Daten des Vergleichsportals Verivox hervor (Datenstand: 14.11.2022). Die Energiepreise der AVG ab 1.1.2023 – weiterhin günstig Die im bundesweiten Vergleich weiterhin sehr günstigen beste- henden Strom- und Gasverträge der Aschaffenburger Versorgungs- GmbH haben weiterhin Bestand! (Neuabschlüsse nicht mehr für alle Produkte verfügbar): KUNDENNÄHE Die aktuelle Situation am Energiemarkt ist schwer überschau- bar. Einige „Energie-Discounter“ haben bereits Insolvenz angemeldet. Die ge- stiegenen Preise für Strom, Gas und Benzin belasten stark das Budget – so- wohl von Privathaushalten als auch von Unternehmen. Einige Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise sind be- reits umgesetzt, viele weitere beschlos- sen. Wir haben die wichtigsten Informa- tionen für Sie zusammengestellt. Gut zu wissen – Ihre Stadtwerke informieren Aktuelles zum Energiemarkt Was unternimmt die Bundesregierung   zur Energiekrisenbewältigung? bereich sowie in der medizinischen Ver- sorgung erhalten die Soforthilfe auch dann, wenn der Verbrauch höher ist. Die Gas- und Strompreisbremse Zusätzlich sollen für Privatkunden, klei- nere und mittlere Unternehmen eine Gas- und Strompreisbremse eingeführt werden – voraussichtlich ab Januar, Februar oder März 2023. Geplant ist, für 80 Prozent des üblichen Erdgas-Jahresverbrauchs den Preis auf zwölf Cent pro Kilowattstunde zu begren- zen. Wer mehr verbraucht, zahlt für diese Mehrmenge den höheren Preis seines Ver- sorgers. Bei der Strompreisbremse soll der Preis bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Dies gilt wie beim Gas für den Ba- sisbedarf von 80 Prozent des Vorjahres- verbrauchs. Für Industriekunden liegt der Deckel bei 13 Cent für 70 Prozent des his- torischen Verbrauchs. Die Bundesregierung greift für die Preis- bremsen die Vorschläge der unabhängi- gen „ExpertInnen-Kommission“ auf. Gel- ten sollen diese Preisbremsen zunächst bis April 2024. Bis zum Jahresende will die Bundesregierung das Gesetz zur Gas- und Strompreisbremse auf den Weg brin- gen, das laut einer Regierungssprecherin allerdings ein ungeheuer komplexes Ge- setzgebungsverfahren sei. Einige Maßnahmen sind bereits umge- setzt: Sie reichen vom Wegfall der EEG- Umlage auf Strom über das Aussetzen der für 2023 geplanten Erhöhung der CO 2 - Umlage auf fossile Energieträger und dem Absenken der Umsatzsteuer auf Erdgas bis hin zu den bislang erfolgten diversen Einmalzahlungen. Am 2. November 2022 haben die Bundesregierung und die Län- der eine Reihe weiterer Maßnahmen be- schlossen: Einmalige Entlastung für Privathaus- halte und kleinere Unternehmen Für Privathaushalte, die auf Gas und Fernwärme angewiesen sind, gibt es im Dezember eine Einmalzahlung. Sie be- rechnet sich aus einem Zwölftel des im September 2022 festgestellten üblichen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 zu zahlenden Preis. Damit diese Entlastung möglichst schnell bei den Verbrauchern ankommt, wird zu- nächst der Dezember-Abschlag der Ver- braucher vom Staat übernommen. Die genaue Abrechnung der Entlastung wird bei der folgenden Jahresabrechnung mit dem Dezemberabschlag verrechnet. Diese einmalige Entlastungszahlung be- kommen Haushalte und kleinere Unter- nehmen mit einem Jahresverbrauch bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden. Bestimm- te Einrichtungen im Pfege- und Bildungs- Viele Energieexperten gehen davon aus, dass die Energiepreise nicht in absehbarer Zeit auf das Vorkrisen-Niveau sinken wer- den. Beim Erdgas sorgt der Wechsel von russischem Pipeline-Gas zum LNG-Import (Verfüssigtes Erdgas) für deutlich höhere Bereitstellungs- und Transportkosten. Beim Strom sind gewaltige Investitionen erforderlich, um den stark ansteigenden Strombedarf durch die zunehmende Elek- trifizierung von Verkehr und Wärmeerzeu- gung in Zukunft bereitstellen zu können. https://www.stwab.de/ Energie-Wasser/Strom/ 10

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