Netzwerk-1-2022
STADTWERKE Sportlerin, Technike- rin, Laborantin, Lebensretterin … all das ist Melina Meining (20) in ihrem Beruf. Sie hat bei den Stadtwerken eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe gemacht und arbei- tet seit eineinhalb Jahren in der Aschaffenburger FreizeitWelt. Als „Bademeisterin“ – wie der Beruf meist genannt wird – trägt sie eine große Verantwortung. Netzwerk: Melina, Fachangestellte für Bäderbetriebe ist auf den ersten Blick kein typischer Frauenberuf. Warum? Melina Meining : Das war sicherlich frü her so und auch ich bin in unserem Team von vier Fachangestellten für Bäder betriebe und zwei Auszubildenden die einzige Frau. Aber das ändert sich. In der Berufsschule waren wir die Hälfte Frauen. Vielleicht haben viele noch das Bild im Kopf, dass früher der „Bade meister“ ein großer, kräftiger Mann war, der Menschen rettete und auch mal Konflikte schlichtete. Netzwerk: Wie sind Sie auf den Beruf der Fachangestellten für Bäderbe- triebe gekommen? Melina Meining : Schwimmen war schon immer meine Leidenschaft. Seit vielen Jahren bin ich bei der Wasserwacht in Schöllkrippen aktiv. Auf den Ausbil dungsberuf Fachangestellte/r für Bäder betriebe stieß ich zufällig auf der Inter netseite der Stadtwerke. Der Beruf und das Angebot haben mich sofort neu gierig gemacht. Leider ist dieser Aus bildungsberuf vielen nicht bekannt. Netzwerk: Was sind Ihre Aufgaben als Fachangestellte für Bäderbetriebe? Melina Meining : Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Aufsicht des Ba debetriebs und die Betreuung der Bade gäste. Für Gefahrensituationen sind wir als Rettungsschwimmer*in und Erst helfer*in ausgebildet. Wir überwachen die technischen Anlagen und Bäder, sind für deren Instandhaltung, Wartung und Reinigung sowie für die Pflege der Freizeitanlagen verantwortlich. Mehr fach am Tag prüfen wir die vorgege benen Wasserwerte wie zum Beispiel Im Gespräch: Melina Meining, Fachangestellte für Bäderbetriebe Wo andere planschen den PH-Wert und Chlorgehalt. Dazu ge ben wir Schwimmkurse und nehmen Schwimmabzeichen ab. Netzwerk: Wie sieht die Ausbildung aus? Melina Meining : Die Ausbildung dauert drei Jahre, die Berufsschule ist in Lin dau. Hier hatten wir jeweils zwei bis drei Wochen Blockunterricht mit Fä chern wie Bäderbetriebslehre, Bäder technik, medizinische Fachkunde, Sport sowie Schwimm- und Sportanimation. Die Schule kümmert sich auch um die Unterkunft, die Kosten hierfür überneh men die Stadtwerke. Netzwerk: Und die Praxis? Melina Meining : Neben der praktischen Ausbildung in der FreizeitWelt habe ich auch Einblick in die anderen Unterneh mensbereiche wie Wasserwerk, Technik und Entsorgung bekommen. Netzwerk: Was schätzen Sie an Ihrem Beruf? Melina Meining : Das ist vor allem der Kundenkontakt, gerade bei den 6
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