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Aktuelles
Neue Entwicklung für den Bereich nördlich der Aschaff mit Impress-Gelände
Der Stadtrat hat in der Sitzung des Plenums am 14.09.2020 die Einleitung Vorbereitender Untersuchungen (VU) für die bislang als Industriegebiet ausgewiesenen Grundstücke nördlich der Aschaff zwischen Dorfstraße, Dahlemstraße und Dyroffstraße und das unbebaute Mischgebietsgrundstück an der Dahlemstraße beschlossen. Für den gesamten Bereich „Nördlich der Aschaff“ sollte auch ein Integriertes Handlungskonzept (IHK) mit städtebaulichem Masterplan erstellt werden.
Das mit der Durchführung der Vorbereitenden Untersuchungen (VU) und der Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) beauftragte Büro Holl, Würzburg, hat die Bestandsaufnahme und Analyse im Untersuchungsgebiet nun vorgestellt.
Zunächst wurde im Rahmen einer Bestandsaufnahme eine Einschätzung des Baualters der einzelnen Gebäude vorgenommen. Eine grobe Beurteilung der Bausubstanz erfolgte nach Augenschein. Dabei wurde nur das äußere Erscheinungsbild der Gebäude beurteilt.
Weiterhin wurden der Denkmalschutz, ortsbildprägende Gebäude und die Wirkungen der Baukörper für das Stadtbild sowie die aktuelle Nutzungsstruktur der Gebäude beleuchtet.
Die vorhandenen Grün- und Freiraumstrukturen, der fließende und ruhende Verkehr, das Rad- und Fußwegenetz, die ÖPNV-Anbindung, die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze wurden ebenfalls analysiert.
Als Ergebnis der Bestandsanalyse wurden die derzeitigen Defizite im Quartier ermittelt und eine zusammenfassende Darstellung der Stärken und Chancen im Untersuchungsgebiet zur Erarbeitung einer planerischen Konzeption / eines Entwicklungskonzepts erstellt.
Das Entwicklungskonzept mit Maßnahmen und Projekten lässt sich in drei zentrale Handlungsfelder ableiten:
1. Entwicklung des Aschafftals als Erholungsraum im Stadtteil Damm in Verbindung mit einer Renaturierung der Aschaff
2. Wiederherstellung identitätsstiftender Strukturen im Gebiet „Nördlich der Aschaff“
3. Entwicklung eines urbanen gemischt genutzten Stadtquartiers mit Gemeinbedarfseinrichtungen im Gebiet „Nördlich der Aschaff“
Der aus den o.g. drei Handlungsfeldern entwickelte städtebauliche Masterplan zeigt die Leitziele einer zukünftigen Entwicklung im Untersuchungsgebiet auf und enthält grundsätzliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung und zu konkreten Handlungsoptionen:
- Herstellen einer neuen Platzsituation an der Michaelskapelle. Erweiterung mit einer Terrassenlandschaft im Bereich der Eingangssituation zum ehemaligen Impress- Gelände
- Ausweitung des Retentionsraums vor der Aschaffbrücke mit Entfernung der Spund wand auf dem Gelände der Firma Impress, um das Aufstauen des Wassers östlich der Aschaffbrücke zukünftig zu vermeiden und die Hochwassergefahr zu verringern. Gleichzeitige Schaffung eines attraktiven Freizeit- und Wassererlebnisraumes durch eine größere Wasserfläche in Nähe der Aschaffbrücke
- Erhalten der dörflichen Baustrukturen beidseitig der Dorfstraße. Ausbau und Neu gestaltung der Dorfstraße als verkehrsberuhigter Bereich mit Aufenthaltsqualität
- Ausbau und Erweiterung des Aschaffgrünzuges im Untersuchungsgebiet nördlich der Aschaff, Renaturierung der Aschaff
- Anlage eines Rad- und Fußweges nördlich der Aschaff mit ausreichendem Abstand zum nördlichen Bachufer, Neubau eines Steges über die Aschaff als Fuß- und Rad verbindung nach Süden
- Weiterentwicklung des Areals der Firma Impress zu einem gemischt genutzten Stadtquartier
- Gestalten eines urbanen gemischten Wohnquartiers mit Geschosswohnungsbau und
Gemeinbedarfseinrichtungen wie Kindergarten, Senioren- wohnen- und pflege, sozialen Dienstleistungen und medizinischen Angeboten
- Haupterschließung des Areals ausschließlich von der Dyroffstraße, um die Dorfstraße von Schwerlastverkehr zu entlasten
- Verbesserung der Fuß- und Radwegbeziehungen nach allen Seiten.
Bereits am Donnerstag, 20. Oktober 2022, fand ein Bürgergespräch mit Gelegenheit zur Besichtigung des ehemaligen Betriebsgeländes der Firma lmpress statt. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung vom 21.10.2022 bis 09.12.2022 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger über die Planung informieren und Stellungnahmen abgeben. Als weitere Möglichkeit gab es eine interaktive Online-Beteiligung. Dieses Beteiligungsformat bot die Möglichkeit Anregungen und Ideen auf einer Karte einzutragen, die dann für alle sichtbar waren. So konnten Anmerkungen anderer Bürgerinnen und Bürger gelesen und kommentiert werden.
Jetzt werden die eingegangen Stellungnahmen, Anregungen und Kommentare gesichtet und ausgewertet. Danach werden die weiteren Verfahrensschritte in die Wege geleitet.


