(vom 16.06.2023)
Arbeiten dort wo andere Urlaub machen
Dort arbeiten wo andere Ihre Freizeit verbringen. Der BR war zu Besuch im Freibad Aschaffenburg und hat einen Beitrag über den Beruf "Bademeister:in" erstellt. Der Beitrag gibt einen Einblick in die Vielfältigkeit des Berufs, die damit verbundene Verantwortung und die wichtige Ausbildung.
Sportler:in, Techniker:in, Laborant:in, Lebensretter:in … all das ist der Beruf der Bademeister:in. Die Stadtwerke Aschaffenburg bilden in der FreizeitWelt Aschaffenburg Fachangestellte für Bäderbetriebe aus. Als Bademeister:in – wie der Beruf meist genannt wird – trägt man schließlich eine große Verantwortung.
Vielleicht haben viele noch das Bild, dass der Bademeister ein großer, kräftiger Mann ist, der Menschen rettet und auch mal Konflikte schlichtet. Aber das ändert sich nach und nach. Auch immer mehr junge Fraue ergreifen den Beruf. Leider ist der Ausbildungsberuf Fachangestellte für Bäderbetriebe nach wie vor aber vielen nicht bekannt.
Zu den wichtigsten Aufgaben der Bademeister:innen gehören die Aufsicht des Badebetriebs und die Betreuung der Badegäste. Für Gefahrensituationen sind sie als Rettungsschwimmer*in und Ersthelfer*in ausgebildet. Sie überwachen die technischen Anlagen und Bäder, sind für deren Instandhaltung, Wartung und Reinigung sowie für die Pflege der Freizeitanlagen verantwortlich. Mehrfach am Tag prüfen sie die vorgegebenen Wasserwerte wie zum Beispiel den PH-Wert und Chlorgehalt. Dazu geben sie Schwimmkurse und nehmen Schwimmabzeichen ab.
Besonders wichtig ist auch der Kundenkontakt, gerade bei den Schwimmkursen und Abnahme der Schwimmabzeichen. Sie arbeiten im Sommer an der frischen Luft und wenn es die Zeit erlaubt, können die Mitarbeiter selbst im Wasser trainieren für die Rettungsprüfung, die einmal im Jahr abgelegt werden muss.
Die Ausbildung dauert drei Jahre, die Berufsschule ist in Lindau. Hier gibt es jeweils zwei bis drei Wochen Blockunterricht mit Fächern wie Bäderbetriebslehre, Bädertechnik, medizinische Fachkunde, Sport sowie Schwimm- und Sportanimation. Die Schule kümmert sich auch um die Unterkunft, die Kosten hierfür übernehmen die Stadtwerke.
Neben der praktischen Ausbildung in der FreizeitWelt gibt es auch Einblick in die anderen Unternehmensbereiche wie Wasserwerk, Technik und Entsorgung.
Bewerbungen sind ganz einfach online über www.stwab.de/ausbildung möglich.
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