Fortschrittsbericht-2022-2023

Nachhaltige Sanierung. Regenerative Als modernes, bürgerorientiertes Kommunalunternehmen bieten die Stadtwerke nicht nur Dienstleistungen für die Daseinsvorsorge. Ein großes Anliegen ist ihnen der Ausbau erneuerbarer Energien aus Photovoltaik- und Solar-Anlagen, Biomasse sowie Mini-Blockheizkraftwerke und Biogasgewinnung. Ziel ist es, ungefähr ab dem Jahr 2050 den Strombedarf der Privatkunden ausschließlich mit Strom aus eigener Erzeugung zu decken. Im Oktober 2022 erhielten die Stadtwerke Aschaffenburg erneut einen Preis für ein innovatives Zukunftskonzept. Mit dem Umweltcluster Leuchtturm 2022 wurde das Projekt „Innovatives Sektorenkopplungs-Vorhaben auf der Altdeponie Karlstein-Dettingen“ ausgezeichnet. Neuer Nutzen aus Altlast Die Stadt Aschaffenburg ist seit 1968 Eigentümerin der 65.000 qm Bei der Verleihung des UmweltCluster Leuchtturms: Peter Swoboda (Geschäftsführer R&H Umwelt GmbH), Manfred Eberle (Mitarbeiter R&H Umwelt GmbH) Alfred Mayr (Geschäftsführer UmweltCluster Bayern), Dieter Gerlach (Werkleiter Stadtwerke Aschaffenburg), Dennis Neßwald (Bürgermeister Gemeinde Kleinostheim) Eric Leiderer (Bürgermeister Stadt Aschaffenburg), Peter Kreß (Bürgermeister Gemeinde Karlstein am Main) v. l. n. r. Von der Deponie über Flächenrecycling zu grüner Energie Sektorenkopplung, also die Vernetzung der Sektoren Wärme, Strom, Mobilität und Industrie. Dadurch kann die Effizienz des gesamten Energiesystems gesteigert werden. Das heißt, Abwärme von Industrieprozessen sowie der dezentralen Stromerzeugung wird nicht wie bisher an die Umwelt abgegeben, sondern über Wärmenetze einer sinnvollen Nutzung zugeführt. Energieträger dieser Prozesse und Kraftwerke wird zukünftig grüner Wasserstoff sein. Aber von Anfang an: Strom aus erneuerbaren Energien (Wind und Sonne) versorgt zum einen die Stromnetze. Zum anderen wird „überschüssiger“ Strom genutzt, um aus Wasser mittels Elektrolyse Wasserstoff (H2) zu erzeugen. Dieser kann dann in den vorhandenen (Erd-)Gasspeichern und Gasleitungen, zum Beispiel für den Einsatz in der Industrie, gespeichert werden. Im Mobilitätssektor braucht es Wasserstoff für die Wasserstofftankstelle, für die wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenfahrzeuge im ÖPNV sowie für die schweren Nutzfahrzeuge der Entsorgungsbetriebe. Nicht zuletzt benötigt das Aschaffenburger Wasserwerk Wasserstoff für die Trinkwasseraufbereitung. Zudem können mit dem gewonnenen Wasserstoff Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen betrieben werden. Diese wiederum erzeugen durch Kraft-WärmeKopplung Strom, der selbst verbraucht wird oder ins Netz eingespeist wird, sowie Abwärme für Nah- und Fernwärmenetze. Wasserstoff wird auch aus anderen Regionen der Welt kommen. So beteiligen sich die Stadtwerke unter anderem auch am deutschjordanischen Wasserstoff-Dialog. großen Deponie Karlstein-Dettingen, die sie gemeinsam mit der Standortgemeinde sowie der Nachbargemeinde Kleinostheim bis zur Stilllegung 1972 betrieb. In Aschaffenburg sind die Stadtwerke als Eigenbetrieb der Stadt für die Abfallentsorgung zuständig und daher Eigentümer des Geländes. Die vor über 50 Jahren errichtete Deponie entspricht jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen. 8 H2-Strategie, Digitales Gründerzentrum, Klimaschutz-Initiative, Stadtwerke-Karte, Strom-Community – Heute schon auf morgen vorbereiten Innovation

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