Netzwerk-01-2024

Neubau Wasserstofftankstelle für 12 neue Wasserstoffbusse Klimafreundlich durch die Stadt MOBILITÄT Energie ohne klimaschädliche Treibhausgase: Wasserstoff (chemisch H2) nimmt in der Energieversorgung eine immer wichtigere Rolle ein. Er gilt als das Erdöl von morgen und ist als flexibler, speicherbarer Energieträger, insbesondere auch im Verkehrssektor, unverzichtbar für die Energiewende. Die Stadtwerke Aschaffenburg setzen sich bereits seit Jahren für die Nutzung von H2 am Bayerischen Untermain ein und arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung ihrer H2Strategie Im November ging das erste wasserstoffbetriebene Abfallsammelfahrzeug der Stadtwerke im Entsorgungsbetrieb als Pilotprojekt an den Start. Es kann sowohl Rest- oder Biomüll als auch Papier sammeln. Es legt beim einwöchigen Umlauf in Aschaffenburg rund 360 Kilometer zurück. Mit einem Verbrennungsmotor benötigt es dafür rund 300 Liter Diesel und stößt 800 Kilogramm CO2 aus. Mit der neuen Antriebstechnik sind das 30 Kilogramm Wasserstoff ganz ohne CO2-Emissionen. Drei Speicher fassen je vier Kilogramm Wasserstoff. Pro Tagestour werden rund acht Kilogramm benötigt, sodass immer ein Puffer im Speicher ist. Getankt wird mit einem Druck von 700 bar, ein Tankvorgang dauert nur rund 10 bis 12 Minuten. Zwei 30-Kilowatt-Brennstoffzellen wandeln den Wasserstoff in elektrische Energie um und speisen damit das Batterie-Paket von 85 Kilowattstunden Energie-Volumen. Damit fährt das Fahrzeug an sich elektrisch, nur der Strom kommt aus der Brennstoffzelle. Bei Bedarf kann das neue Müllfahrzeug alternativ auch an einer E-Ladestation (=Brennstoffzellen-Range-Extender) geladen werden. Eigene Wasserstofftankstelle Damit die Wasserstofffahrzeuge auch betankt werden können, geht im Mai eine öffentliche Wasserstofftankstelle auf dem Gelände der städtischen Verkehrsbetriebe in Betrieb. Fahrzeuge sollen hier mit 350 oder 700 bar betankt werden. Für die Errichtung der Tankstelle erhalten die Stadtwerke insgesamt 1,9 Mio. Euro an Fördermitteln. Geplant: Anschluss an Wasserstoff-Pipeline Zunächst wird der Wasserstoff für die Wasserstofftankstelle per Lkw in großen Druckbehältern geliefert. Doch die Pläne gehen schon weiter. Ziel ist es, bis 2030 den Bayerischen Untermain bei Alzenau an die vom Gas umgewidmete Wasserstoffleitung Midal Süd anzudocken. Die sogenannte Spessart-Odenwald-Neubau-Leitung stellt weiterhin die sichere Versorgung mit Erdgas dar. Über sie soll reiner Wasserstoff von der Ostseeküste bei Lubmin bis nach Süddeutschland transportiert werden. Vom möglichen Ausspeisepunkt in Somborn bei Alzenau und die noch zu bauende „Wasserstoffleitung Bayerischer Untermain“ könnte dann der Wasserstoff direkt nach Aschaffenburg und zu der Wasserstofftankstelle geliefert werden. Weitere H2-Tankstellen sind in Alzenau und Obernburg geplant. Nachhaltig sparen mit FAIRTIQ MOBILITÄT Busfahren stets zum Bestpreis: Seit über zwei Jahren geht das mit dem Handyticket FAIRTIQ. Einfach einsteigen, ohne Grübeln, welcher Tarif der günstigste ist, und statt Kleingeld suchen das Ticket per FAIRTIQ-App und Wisch automatisch lösen. Und FAIRTIQ rechnet sich jetzt noch mehr. Denn die Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain (VAB) hat zum 1. April 2024 einen neuen Tarif eingeführt und das FAIRTIQ-Handyticketing noch attraktiver und günstiger im Vergleich zum Papierticket gemacht. Neben dem regulären Wabentarif gibt es einen sogenannten Luftlinientarif, der mit FAIRTIQ zur Anwendung kommt und vorgeschaltet wird. Grundsätzlich gilt: Ob Kurzstreckenfahrschein, Einzelfahrschein, Tagesticket, oder Luftlinientarif, mit FAIRTIQ wird nach dem Bestpreisprinzip immer das günstigste Ticket abgerechnet, ohne dass Sie etwas dafür tun müssen – außer FAIRTIQ nutzen. Eine weitere Änderung: Das Kurzstreckenticket gibt es seit 1. April 2024 ausschließlich digital über die FAIRTIQApp. Mehr Informationen zu FAIRTIQ und zu den Preisen finden Sie unter www.stwab.de/fairtiq und in unserem Blogbeitrag. Montage des Wasserstofftanks auf dem Gelände der städtischen Verkehrsbetriebe 4

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