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19.05.2025:

Kulturamt verabschiedet sich aus Social Media

Aus dem Leben insbesondere junger Menschen sind sie kaum noch wegzudenken: TikTok, Instagram, Facebook, WhatsApp & Co. sind ständige Begleiter für viele Nutzer von digitalen Medien. Das Kulturamt der Stadt Aschaffenburg verabschiedet sich nun bewusst von den Plattformen Facebook und Instagram.

Die Zeit, die Menschen aller Altersgruppen mit dem Smartphone in der Hand verbringen, steigt kontinuierlich. Insbesondere die Entwicklungen der jüngeren Zeit haben aber auch deutlich vor Augen geführt, welche Gefahren mit diesen Netzwerken verbunden sind und welche Macht die dahinterstehenden, zumeist US-amerikanischen Großkonzerne über die Meinungsbildung haben. Einflussnahme bei Wahlen in europäischen Demokratien, ungehinderte Verbreitung von Falschinformationen, Manipulation von Inhalten und unbegrenzte Erhebung von individuellen Daten zur gewerblichen Nutzung gehören zur Tagesordnung und zum Kalkül.

„Unsere Inhalte und Botschaften sind zu komplex für Posts, Reels und Likes“ sagt Kulturamtsleiter Jörg Fabig. „Wir haben uns intensiv mit dem Nutzen und der Wirkung unserer Kanäle beschäftigt. Für eine wirklich zielgruppenorientierte und effektive Bespielung dieser Plattformen fehlen uns die Ressourcen. Es ist ohnehin vielmehr unser Ansinnen, den Menschen analoge, berührende und tiefe Erlebnisse zu bieten und sie miteinander in den Dialog zu bringen. Austausch und Gespräch ist das, was unsere Gesellschaft am allermeisten benötigt.“

Und so geht das Kulturamt bewusst analoge und vielleicht gerade deshalb innovative Wege: Ab dem 8. Oktober wird jeden zweiten Mittwoch im Monat der „Gesprächsraum Theater“ geöffnet. Jeweils ab 18 Uhr steht Amtsleiter Jörg Fabig im Raum Bühne 3 des Stadttheaters für Erläuterungen zum Kulturprogramm und Diskussion darüber oder zu aktuellen gesellschaftlichen Themen zur Verfügung. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich miteinander und mit den Machern der Kulturprogramme auszutauschen. Themenvorschläge können gern eingereicht werden. Auch Impulsvorträge von Fachleuten wird es geben.

Darüber hinaus wird das Kulturamt weiterhin alle interessierten Gäste per Newsletter informieren. Eine Anmeldung ist hier möglich.