Netzwerk-02-2024

Netzwerk 02 |24 Kundenzeitschrift der Stadtwerke Aschaffenburg ENERGIE Die bisher größte Photo- voltaik-Freiflächenanlage der AVG am Netz MOBILITÄT Eröffnung der öffentlichen Wasserstofftankstelle auf dem Gelände der Verkehrsbetriebe LEBENSQUALITÄT Sanierung der Eissporthalle Wieder Doppelspitze bei den Stadtwerken Aschaffenburg Wer ist der Neue?

LEBENSQUALITÄT Sanierung Eissporthalle Seite 8 MOBILITÄT Neues aus den Verkehrsbetrieben Seite 7 LEBENSQUALITÄT Neues aus der FreizeitWelt Seiten 8 und 9 ENGAGEMENT Kolpingschule zu Gast Seite 10 UMWELT Umwelt- und Klimapakt Bayern Seite 11 ENERGIE Größte PhotovoltaikFreiflächenanlage der AVG am Netz Seite 5 MOBILITÄT Eröffnung der öffentlichen Wasserstofftankstelle Seite 6 Wieder Doppelspitze bei den Stadtwerken Aschaffenburg Wer ist der Neue? Seite 4 KREATIVITÄT 15 Schüler*innen der Kunst-AG des Kronberg-Gymnasiums haben aus einem grauen Gasverteilerhäuschen einen echten Hingucker gemacht. Nach diversen Entwürfen und Sprühversuchen haben die Fünft- bis Achtklässler eigenständig das Minions-Graffiti erstellt. Übrigens: Die Sprühdosen für das Graffiti haben die Stadtwerke gesponsert. Hingucker Graffiti erwünscht 2 Inhalt

Mit der Inbetriebnahme der Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlage „Raudsepp“ im August setzen die Stadtwerke Aschaffenburg ein weiteres kraftvolles Zeichen für eine klimaneutrale Energieversorgung und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Sie ist ein wichtiger Schritt, den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix zu erhöhen. Und die Zahl der PV-Anlagen, ob auf Dächern, auf Balkonen oder Freiflächen, nimmt rasant zu. Im Netzgebiet der AVG wurden seit Anfang 2023 mehr als 2.000 Anlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von rund 9 kWp errichtet. Die Mitarbeiter*innen der AVG haben in dieser Zeit ca. 100 Neuanlagen pro Monat bearbeitet, Verträge erstellt, Zähler gesetzt und in die Abrechnungssysteme eingepflegt. Die starke Zunahme dezentraler Einspeiser, insbesondere aber der absehbar kontinuierliche Lastzuwachs durch Elektromobilität und Wärmepumpen stellen jedoch das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Um die Netzinfrastruktur fit für die Zukunft zu machen, investieren wir allein im Jahr 2024 rund 9 Millionen Euro in den Austausch alter Anlagen und Kabel sowie in die Netzverstärkung. Eine Investition, die langfristig dazu beiträgt, eine zuverlässige Stromversorgung für die Region zu gewährleisten. Diese Arbeiten führen aber auch zu unvermeidbaren Baustellen und damit zu zeitweisen Beeinträchtigungen. Dafür bitten wir Sie um Ihr Verständnis. Gestärkt gehen wir auch in der Führung der Stadtwerke in die Zukunft: Seit Oktober ergänzt Reiner Reisnecker als kaufmännischer Leiter die Werkleitung. Mit der Doppelspitze der Stadtwerke Aschaffenburg kehren wir zu einer Struktur zurück, die sich bereits in der Vergangenheit bewährt hat. Sie stärkt unser Fundament und stellt sicher, dass wir den Anforderungen der kommunalen Daseinsvorsorge im Unternehmensverbund auch weiterhin gerecht werden. Für ein nachhaltiges und lebenswertes Aschaffenburg! Ihr Stefan Maunz Stark für die Region. Gestärkt in die Zukunft. Stefan Maunz Werkleiter der Stadtwerke Aschaffenburg 3 Editorial

Wieder Doppelspitze bei den Stadtwerken Aschaffenburg Wer ist der Neue? STADTWERKE Seit Oktober 2024 gibt es wieder eine Doppelspitze bei den Stadtwerken Aschaffenburg. Reiner Reisnecker (52) wird künftig gemeinsam mit Stefan Maunz, der den Vorsitz der Werkleitung innehat, den Unternehmensverbund leiten. Reiner Reisnecker bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Energiebranche mit. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bamberg war der gebürtige Oberpfälzer zuletzt fünf Jahre als kaufmännischer Leiter bei der Bayernwerk-Gruppe in Regensburg tätig. Dort verantwortete er unter anderem die finanzielle Unternehmensentwicklung. Besonders seine Expertise in den Bereichen strategisches Management, Unternehmensentwicklung, Finanzen und Digitalisierung qualifizieren ihn für seine neue Aufgabe in Aschaffenburg. In seiner Position wird sich Reiner Reisnecker insbesondere auf den kaufmännischen Bereich, die IT und den Vertrieb konzentrieren. „ Die Digitalisierung voranzutreiben und innovative Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, liegt mir besonders am Herzen“, so Reisnecker. Gemeinsam mit seinem Kollegen Stefan Maunz und dem gesamten Team der Stadtwerke Aschaffenburg will er das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen. Stefan Maunz freut sich über die Verstärkung: „Die Doppelspitze, die es bis 2017 bei den Stadtwerken gab, bietet uns eine starke Grundlage für weiteres Wachstum und die Bewältigung der vielfältigen Marktherausforderungen, vor denen wir als Unternehmensverbund stehen.“ Die Entscheidung zur Rückkehr zu dieser bewährten Führungsstruktur erfolgte nach einem intensiven Auswahlprozess und in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. So sieht auch Oberbürgermeister Jürgen Herzing als Aufsichtsratsvorsitzender die Stadtwerke mit der neuen Doppelspitze bestens aufgestellt: „Die Stadtwerke sind nun gut gerüstet, um den wachsenden Anforderungen in der Energie- und Versorgungswirtschaft gerecht zu werden und sowohl Privatkunden als auch der Wirtschaft in der Region zukunftsorientierte Lösungen zu bieten.“ Stefan Maunz (links) und Reiner Reisnecker (rechts) sind die neue Doppelspitze des Unternehmensverbundes 4

ENERGIE Die Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) hat im August ihre größte Photovoltaik-Freiflächenanlage auf dem ehemaligen Gelände des Gartenbaubetriebs „Raudsepp“ in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst 3.166 Module mit einer Gesamtleistung von rund 1.800 kWp und kann rechnerisch den Bedarf von etwa 600 Haushalten decken. Die Entscheidung für die Anlage fiel bereits 2019. Nach einer umfangreichen Genehmigungsphase, die Gutachten zu Themen wie Artenschutz umfasste, durfte nur 35 Prozent des Geländes bebaut werden. Intensive Abstimmungen mit Naturschutz- und Wasserbehörden führten 2023 zum finalen Bebauungsplan. Die Solai GmbH erhielt nach einem Ausschreibungsverfahren den Auftrag. Die Anlage wurde innerhalb von nur vier Monaten gebaut. Das Grundstück, das stark vermüllt und verwildert war, wurde im Zuge des Projekts umfassend saniert. Insgesamt mussten mehrere Gebäude abgerissen werden und 30 Tonnen Abfall sowie 200 Tonnen belastete Erde entsorgt werden. Besondere Herausforderung stellten frühere Kampfmittel dar. Grund hierfür ist, dass das Grundstück in einer ehemaligen Einflugschneise der US-­ Armee liegt. Eine spezielle Aufständerung der Module reduzierte zudem die Anzahl der im Boden verankerten Aufständerungspfosten. Die Anlage hat eine Modulleistung von 1.836,28 kWp, die 13 Wechselrichter bringen es auf eine Leistung von 1.625 kW. Für die bifazialen Module, auch bekannt als doppelseitige oder zwei- seitige Module, besteht eine Produktgarantie von 15 Jahren und eine Leistungsgarantie von 80 Prozent nach 25 Jahren. Die PV-Anlage wurde so konzipiert und installiert, dass sie mit geringem Aufwand um einen Batteriespeicher PV-Freiflächenanlage Raudsepp am Netz Grüner Strom Offizielle Inbetriebnahme durch Patrick Sauer (Technischer Bereichsleiter AVG), Jürgen Herzing (Oberbürgermeister), Stefan Maunz (Werkleiter), Alexander Maier (Geschäftsführer Solai GmbH) und Nils Haack (Projektleiter der AVG), v. l. n. r. erweitert werden kann. Dadurch wird es möglich, die erzeugte Energie zu einem späteren Zeitpunkt ins Netz einzuspeisen. Neben der Stromerzeugung galt es zahlreiche Naturschutzmaßnahmen umzusetzen. Ein artenreicher Magerrasen, heimische Bäume und Büsche sowie Zauneidechsenhabitate fördern die Biodiversität. Kleintiere können den Zaun passieren, zudem wurden Nistkästen für Vögel und Fledermäuse installiert. „ Mit dieser Anlage setzen wir ein starkes Zeichen für eine klimaneutrale, regionale Energieerzeugung und eine nachhaltige Stadtentwicklung“, betonte Stadtwerke-Chef Stefan Maunz bei der Eröffnung. Der erzeugte Strom wird vollständig ins Aschaffenburger Stromnetz eingespeist. 5

Erste H2-Tankstelle am Bayerischen Untermain Mobilitätswende MOBILITÄT In ihrem Verkehrsbetrieb eröffneten die Stadtwerke Aschaffenburg die erste Wasserstofftankstelle (H2-Tankstelle) am Bayerischen Untermain. Sie feierten damit einen weiteren bedeutenden Meilenstein zur Umsetzung der Wasserstoffmobilität (H2-Mobilität) in der Region. Die H2-Tankstelle ist eine von erst rund 90 H2-Anlagen in Deutschland. geliefert, darunter zehn Solobusse und zwei Gelenkbusse. Damit fährt bereits ein Viertel der Stadtbusflotte emissionsfrei – eine beeindruckende Entwicklung, die ohne Fördermittel nicht möglich gewesen wäre. Die Stadtwerke positionieren sich als Vorreiter in der Wasserstofftechnologie und setzen sowohl auf eine H2-Tankstelle als auch auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Damit erfüllen sie die Vorgaben der Clean Vehicle Directive der EU, die emissionsarme Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr fordert. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen testen die Stadtwerke nun auch Wasserstoffantriebe, um herauszufinden, welche Technologie für welchen Einsatz am besten geeignet ist. Die Finanzierung Die Kosten für die H2-Tankstelle beliefen sich auf rund 4 Millionen Euro. Rund 1,9 Millionen Euro Fördergelder erhielten die Stadtwerke hierzu vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Darüber hinaus steuerte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr 4,5 Millionen Euro Fördergelder im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ bei. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Insgesamt konnten so die Stadtwerke 13,5 Millionen Euro in die zukunftsorientierte Mobilitätstechnologie Wasserstoff investieren. Die H2-Tankstelle Die Planungs- und Genehmigungsphase für die H2-Tankstelle lief von August 2022 bis Oktober 2023, gefolgt von einer nur sechsmonatigen Bauphase, die im November 2023 startete und bis zur Fertigstellung im Mai 2024 ging. Besondere Herausforderung war die Einbettung der Wasserstofftankstelle in die bestehende Dieseltankstelle und das Wohn- und Gewerbegebiet im Umfeld. Die neue Wasserstofftankstelle markiert einen wesentlichen Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität in Aschaffenburg. Als öffentliche Wasserstofftankstelle ermöglicht sie neben der Betankung der Stadtwerke-Flotte auch den Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen für die sehr bedeutende Logistikbranche am Bayerischen Untermain. Und mehr noch: Das Vorzeigeprojekt hat auch Modellcharakter – für Bayern und ganz Deutschland. Es wurde nicht einfach nur eine neue Tankstelle eröffnet. Vielmehr geht ein ganzes Wertschöpfungsmodell inklusive H2-Fahrzeugen an den Start und demonstriert, wie klimafreundlicher ÖPNV in Zukunft aussehen kann. Warum Wasserstoff Die Stadtwerke Aschaffenburg setzen bereits seit letztem Jahr auf emissionsfreie Mobilität, unter anderem mit drei elektrisch betriebenen Bussen und einem H2-Müllentsorgungsfahrzeug. Pünktlich zur Eröffnung der Wasserstofftankstelle wurden zwölf neue Wasserstoffbusse Das Highlight der Eröffnung am 13. Mai 2024 waren das symbolische Durchschneiden des Bandes gefolgt von der Betankung eines neuen Gelenkbusses. Zur Schere griffen (v. l. n.r.) Franz Ippisch (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie), Betriebsleiter Wolfgang Kuhn (Verkehrsbetriebe), Jascha Lackner (NOW GmbH sowie Vertreter des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr), Oberbürgermeister Jürgen Herzing, Werkleiter Stefan Maunz, Projektleiter Nils Haack und Matthias Hoffmann (beide Stadtwerke) sowie Projektleiter Pascal Reinhardt und Geschäftsführer Jörg Hattenbach (beide Maximator Hydrogen GmbH) 6

Betankt werden können die Fahrzeuge mit 350 oder 700 bar. In fünf Speichern werden rund 1,3 Tonnen Wasserstoff vorgehalten. Das entspricht einem Energieinhalt von rund 4.000 Litern Diesel. Herzstück der Anlage ist ein Kompressor, der den gelagerten Wasserstoff auf bis zu 910 bar verdichten kann. Bezahlt werden kann an der H2-Tankstelle mit der H2-Mobility Tankkarte sowie per EC- und Kreditkarte. Die aktuellen Wasserstoffpreise an der Tankstelle sind zu finden unter www.stwab.de/h2-tankstelle Geplant: Anschluss an Wasserstoff-Pipeline Zunächst wird der Wasserstoff für die H2-Tankstelle per Lkw geliefert. Doch Ziel ist es, bis 2030 den Bayerischen Untermain bei Alzenau an die im Bau befindliche überregionale Wasserstoffleitung Midal Süd anzudocken. Vom möglichen Ausspeisepunkt und über die noch zu bauende „Wasserstoffleitung Bayerischer Untermain“ könnte der Wasserstoff direkt nach Aschaffenburg zu der Wasserstofftankstelle geliefert werden. Plan ist die Pipeline bis spätestens 2032 zu legen, damit dann der H2-Transport per Lkw entfällt. Neues aus den Verkehrsbetrieben Wann kommt mein Bus? Jetzt sind sie in Betrieb: die neuen Digitalen Fahrgastinformationen (DFI) an den zentralen Bushaltestellen. Die modernen Anzeiger, die unter anderem mit Echtzeitdaten aus den Bussen der Stadtwerke sowie der Verbundpartner gespeist werden, ersetzen die veralteten Systeme. Sie sind an den Bussteigen am ROB sowie an den Bushaltestellen Herstallturm, Freihofsplatz, Platanenallee, Löherstraße, Stadthalle und Dämmer Tor installiert. Neu ist auch die Installation von Übersichtsanzeigern am Busbahnhof (ROB) und am Grauen Stein. Alle DFIs sind barrierefrei, das heißt sie werden mittels Signalton leicht gefunden und lesen per Tastendruck die nächsten Abfahrten vor. Neue Bordrechner für Stadtbusflotte Die Busse der Stadtwerke-Flotte erhalten neue, moderne Bordrechner. Diese Systeme ermöglichen eine präzise Echtzeitauskunft, optimieren die Betriebsabläufe und verbessern die Kommunikation zwischen Leitstelle und Bus über VoIP (Voice over IP = Telefonie über das Internet). Die neuen Bordrechner lösen zudem die alten Verkaufsdrucker ab und beschleunigen die Kontrolle digitaler Tickets wie das Deutschlandticket beim Einstieg. Die Umrüstung der Busflotte soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Sanierung am Busbahnhof (ROB) Die Fahrbahn am Aschaffenburger Busbahnhof (ROB) wurde von Mai bis November 2024 umfassend saniert. Dabei wurden die beschädigte Asphaltdecke durch langlebigen Beton ersetzt, die Leitelemente für sehbehinderte Personen sowie beschädigte Kanalabläufe und Busbordsteine erneuert. Die Bauarbeiten erfolgten in vier Abschnitten, um den Betrieb möglichst wenig zu stören. Trotz der Herausforderungen lag das Projekt dank guter Planung stets im Zeitplan. Ein großes Dankeschön gilt vor allem unseren Fahrgästen als auch dem Fahrpersonal für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Baumaßnahmen, da durch die vier Bauabschnitte die Abfahrtspunkte immer wieder gewechselt werden mussten. Anpassung der Busfahrpläne Die Fahrzeiten der Stadtbusflotte waren über viele Jahre unverändert, sie entsprechen heute nicht mehr den tatsächlichen Fahrzeiten. Grund sind unter anderem Verkehrsänderungen wie neue Tempo-30-Zonen und Radstreifen, die den ÖPNV verlangsamen. Die Anpassung der Fahr- und Dienstpläne erfolgt im Frühjahr 2025. Sie soll den Betrieb effizienter gestalten, das Fahrpersonal entlasten und die Pünktlichkeit der Busse sicherstellen. Für den dadurch entstehenden Mehrbedarf an Personal werden drei zusätzliche Berufskraftfahrer*innen eingestellt. 7

Sanierung der Aschaffenburger Eissporthalle Sicherheit und Zukunft im Fokus LEBENSQUALITÄT Normalerweise öffnet die Eissporthalle der Aschaffenburger FreizeitWelt im Oktober ihre Türen. Doch in diesem Winter bleiben sie länger geschlossen. Grund dafür ist die zunehmende Feuchtigkeit, die der Holzkonstruktion des Daches zu schaffen macht – ein Phänomen, das im Zusammenhang mit dem Klimawandel steht. Um langfristige Schäden zu vermeiden, muss jetzt gehandelt werden. Das Besondere an der Eissporthalle ist ihre offene Bauweise, die für die Besucher kaum sichtbar ist. Dadurch gelangt feuchte Winterluft in die Halle, die an den kältesten Stellen kondensiert. Das ist über der Eisfläche in Form von Strahlungskälte. Das Wasser setzt sich auf den darüber liegenden tragenden Holzbalken ab, die die Feuchtigkeit aufsaugen. Das ist zwar für Holz ein natürlicher Prozess, allerdings können bei zu hoher und dauerhafter Feuchtigkeit Pilze entstehen, die das Material langfristig schädigen. Früher sorgten trockene, kalte Winter dafür, dass das Holz in den Sommermonaten ausreichend Zeit zum Trocknen hatte. Doch die wärmeren, feuchteren Winter der letzten Jahre verlängern die Zeit, in der das Holz der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Die Sommerpause allein reicht nicht mehr aus. So dauerte es in diesem Jahr bis in den September hinein, bis das Holz vollständig ausgetrocknet war und keine übermäßige Feuchtigkeit mehr enthielt. Danach erst war eine abschließende Prüfung der Dachkonstruktion durch einen Gutachter möglich. Die Lösung: Sanierung und Belüftung Um die Sicherheit zu gewährleisten, haben die Stadtwerke Aschaffenburg ein Sanierungskonzept entwickelt. Die Dachkonstruktion soll geschlossen und eine moderne Belüftungsanlage installiert werden, die die Luftfeuchtigkeit reguliert. Dies ist nötig, um die Eislauffläche zu erhalten, die jährlich aus 45 Kubikmetern Wasser besteht. Die Sanierung wird einen siebenstelligen Eurobetrag kosten, doch die Investition ist unerlässlich, um zukünftige Schäden zu verhindern. Kürzere Öffnungszeiten als Zwischenlösung Die intensiven Untersuchungen in der Eissporthalle haben ergeben, dass Reparaturmaßnahmen an der Holzkonstruktion des Daches vor Inbetriebnahme durchgeführt werden müssen. Diese Arbeiten erfolgen so schnell wie möglich, sind jedoch von der Verfügbarkeit der ausführenden Fachfirmen abhängig. Die Eissporthalle öffnet somit voraussichtlich Mitte Dezember und soll für drei Monate geöffnet bleiben. Sicherheit geht vor Wir wissen, dass die Schließung viele enttäuscht, vor allem die jungen Eisläufer und die Vereine, die regelmäßig die Halle nutzen. Dennoch hat die Sicherheit oberste Priorität. Die kleinen wie großen Besucher sollen unbeschwert Spaß haben. Das geht nur, wenn die Halle in einem einwandfreien Zustand ist. Die Teilsanierung der Eishalle und der Einbau einer Entfeuchtungs- und Lüftungsanlage wird weiter von Experten geprüft. Damit könnte die Eishalle auch für die nächsten Jahre erhalten bleiben und weiterhin Eissport in Aschaffenburg ermöglicht werden. 8

Mehr Infos zu Hallenbad und Sauna unter www.stwab.de/hallenbad www.stwab.de/sauna FreizeitWelt Action & Spaß LEBENSQUALITÄT Der Sommer im Freibad sorgt jedes Jahr für unvergessliche Erlebnisse – so auch im Jahr 2024! Besonders zwei Events stachen heraus: das neue Badewannenrennen und das alljährliche Dirndlspringen. Sie zeigten einmal mehr, dass das Aschaffenburger Freibad nicht nur zum Schwimmen, sondern auch für jede Menge Spaß und Unterhaltung steht. 1. Stadtwerke-Firmencup im Badewannenrennen 2024 Am 1. und 2. Juni 2024 feierte das Badewannenrennen im Stadtbad seine Premiere und wurde sofort zum Publikumsliebling. 22 Teams aus 16 Aschaffenburger Firmen gingen an den Start und lieferten sich auf drei parallel verlaufenden Bahnen spannende Rennen. In einer schwimmenden Badewanne paddelten die Zweier-Teams über die Rennstrecke und mussten dabei ein gelbes Gummientchen einsammeln, das am Beckenrand auf sie wartete. Ziel war es, das Entchen schnellstmöglich ins Ziel zu bringen. Doch was auf den ersten Blick einfach schien, erwies sich in der Praxis als echte Herausforderung! Kentern nicht ausgeschlossen. Bei der anschließenden After-Run-Party in der AVG-VIP-Lounge feierten die Rennteilnehmer*innen und Gäste an beiden Tagen ausgelassen das erfolgreiche FUN-Event. Aufgrund der großen Begeisterung findet das Badewannenrennen auch im kommenden Jahr wieder statt. Save the date – 2. Stadtwerke-Firmencup im Badewannenrennen am 26. und 27. Juli 2025 Traditionelles Dirndlspringen Am 14. Juli 2024 ging das beliebte Dirndlspringen bereits in die 8. Runde. Bei angenehmen Temperaturen und vor über 1.000 begeisterten Gästen sprangen die Teilnehmer*innen in ihren Dirndln mit und ohne Salto ins Wasser. Für die Jüngsten sorgte der Arschbombenwettbewerb wieder für viel Spaß. Neben der Action im Wasser waren auch die beliebten Spielmodule wieder ein Hit bei den Besuchern. Und dank zahlreicher Sponsoren gab es auch in diesem Jahr tolle Sachpreise, Pokale, Medaillen und Gutscheine im Gesamtwert von 2.500 Euro zu gewinnen. Wussten Sie schon? Der Besuch der Aschaffenburger FreizeitWelt ist für AVG-­ Energiekund*innen günstiger, wenn sie mit der StadtwerkeKarte zahlen – ob Saisonkarte oder Einzelticket. Denn in der FreizeitWelt gibt es 10 % Cashback auf die Stadtwerke-Karte zurück. Im nächsten Jahr hoffen wir auf Sonnen- statt Regenschirme, wenn am 26. und 27. Juli der 2. Stadtwerke-­ Firmencup im Badewannenrennen startet 9

Ein Tag voller Energie und Entdeckungen Kolpingschule zu Gast ENGAGEMENT Die Elektro-Werkstatt der AVG hatte kürzlich besonderen Besuch: 40 Drittklässler*innen der Kolpingschule, aufgeteilt in zwei Gruppen, durften hier einen spannenden Tag verbringen und alles rund um das Thema Strom entdecken. Unter der Leitung von René Kampfmann, Jani Heilmann und Berke Alemdar führten der Mitarbeiter und die beiden Auszubildenden der AVG die Kinder durch verschiedene Stationen und erklärten spielerisch, wie Elektrizität funktioniert, welche Gefahren sie birgt und wie man diese sicher nutzt. Die 40 Schülerinnen und Schüler durchliefen in Kleingruppen drei interaktive Stationen. Dabei konnten sie nicht nur lernen, woher der Strom kommt und wie er zu unseren Haushalten gelangt, sondern auch selbst Hand anlegen und spannende Experimente durchführen. René Kampfmann erklärte den Kindern die Leitfähigkeit verschiedener Materialien und zeigte, wie ein einfacher Stromkreis funktioniert. Besonders beeindruckt waren die Kinder von den verschiedenen Werkzeugen, die für Elektroniker*innen im Arbeitsalltag selbstverständlich sind. Ein Tag voller Highlights Ein besonderes Highlight für die Kinder war der Rundgang durch die Anlagen der Stadtwerke. Die Trafo-Station und die nahe gelegene Baustelle zogen die Neugier der jungen Entdecker*innen ebenso an wie die Arbeitsausrüstung der Monteure. „Die Kinder waren ganz begeistert von meinen pinken, isolierten Gummihandschuhen“, berichtet René Kampfmann lachend. „Sie wollten sie unbedingt anprobieren und haben sich gegenseitig damit High-Fives gegeben.“ Ausbildungsleiterin Julia Aulbach, Elektroniker René Kampfmann sowie die Auszubildenden Jani Heilmann, Berke Alemdar und Lena Neuberger (v. l. n. r.) begleiteten die 40 Schülerinnen und Schüler auf ihrer Entdeckungsreise durch die Welt des Stroms 10

Auch Jani Heilmann, der sich um das Thema Sicherheitsregeln und Stromgefahren kümmerte, war von der Begeisterung der Kinder beeindruckt: „Ich finde es toll, wie viel die Drittklässler schon wissen. Besonders der Rundgang durch unsere Anlagen hat ihnen viel Spaß gemacht.“ Nachwuchsförderung mit Spaßfaktor Für die Mitarbeiter*innen der AVG war der Tag nicht nur eine spannende Erfahrung, sondern auch eine Gelegenheit, ihre Leidenschaft für den Beruf weiterzugeben. „ Es freut mich zu sehen, wie begeistert die Kinder von Elektrotechnik sind“, erzählt Jani Heilmann. „Vielleicht konnten wir ja bei dem einen oder anderen den Funken für eine Ausbildung im Elektrobereich entfachen.“ Das Ziel, junge Menschen für technische Berufe zu begeistern, ist den Stadtwerken Aschaffenburg besonders wichtig. Solche praxisnahen Erlebnistage bieten eine ideale Plattform, um Kinder und Jugendliche spielerisch an die Themen Strom und Energie heranzuführen. Die Schüler*innen der Kolpingschule zeigten sich am Ende des Tages begeistert – und vielleicht ist ja der eine oder die andere später einmal Azubi bei den Stadtwerken Aschaffenburg. Dass das Spaß und vor allem Sinn macht, davon ist Jani Heilmann überzeugt: „Ich bin bei der AVG, weil ich das Stromnetz meiner Stadt weiter ausbauen möchte und dafür sorgen will, dass unsere Kundinnen und Kunden immer Strom haben.“ Das Team der E-Werkstatt und die jungen Besucherinnen und Besucher werden diesen spannenden Tag sicherlich nicht so schnell vergessen. Ihr Wissen über die Herstellung beziehungsweise die Nutzung von Strom dokumentierten unsere kleinen Gäste bildlich UMWELT Die AVG wurde bereits zum zweiten Mal für ihre qualifizierten freiwilligen Umweltleistungen durch den Umwelt- und Klimapakt Bayern ausgezeichnet. Mit diesem Pakt erklären die Bayerische Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft, dass sie die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe der freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser schützen können als mit Gesetzen und Verordnungen. Dabei setzt der Pakt auf maßgeschneiderte, effiziente Umweltschutz-Strategien, die auf den Erfahrungen und der Initiativkraft der Unternehmen beruhen. Der Fokus richtet sich hierbei auf Maßnahmen, die Umweltbelastungen vermeiden bevor sie entstehen. Der Umwelt- und Klimapakt stößt als Impulsgeber neue Wege und Methoden an, um eine nachhaltige Entwicklung in Bayern zu fördern. 2013 wurde bei der AVG ein eigenes Energiemanagementsystem entwickelt und implementiert. Ziel war es, Systeme und Prozesse aufzubauen, welche zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung, einschließlich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energieverbrauch erforderlich sind. Das Management-Team überwacht zum Beispiel systematisch die eigenen Energieverbräuche und versucht diese kontinuierlich zu senken. Oberbürgermeister Jürgen Herzing überreichte der AVG die Auszeichnung im Namen des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber. Er würdigte das langjährige Engagement der AVG im Bereich Umwelt- und Klimaschutz, nicht zuletzt für ihr 2013 eingeführtes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001, das im Juni 2024 erfolgreich auditiert wurde. Dieses System trägt maßgeblich dazu bei, Umweltbelastungen in Aschaffenburg zu minimieren. Die Teilnahme am Umwelt- und Klimapakt Bayern läuft bis zum 16. Januar 2027 und unterstreicht das kontinuierliche Engagement der AVG für eine nachhaltige Zukunft. Umwelt- und Klimapakt Bayern Ausgezeichnet! Wir sind dabei Weitere Informationen zum Umwelt- und Klimapakt Bayern finden Sie unter www.umwelt-klimapakt.bayern.de 11

Unsere Mitarbeiter*innen im Servicecenter in der Werkstraße 2 sind gerne persönlich und telefonisch für Sie da! Montag bis Freitag von 8 – 18 Uhr Neue Öffnungszeiten ab dem 1.1.2025: Montag bis Donnerstag von 8 – 18 Uhr Freitag von 8 – 15 Uhr Impressum Herausgeber Stadtwerke Aschaffenburg, Werkstraße 2, 63739 Aschaffenburg Redaktion Stefan Maunz, Susanne Crecelius – Main Wort Mitarbeiter*innen an dieser Ausgabe Melanie Blattner, Susanne Crecelius, Felix Elbert, Greser & Lenz, Daniel Kuzmanovski, Amy Morhard, Eva Staab, Judith Uftring Bildnachweis Aschaffenburger Versorgungs-GmbH, Aschaffenburger Bäder- & Eissporthallen GmbH, Greser und Lenz, Kolpingschule Aschaffenburg, Solai GmbH, Stadtwerke Aschaffenburg, Thomas Göttemann Layout Mainteam Bild · Text · Kommunikation GmbH, Weichertstraße 20, 63741 Aschaffenburg Gesamtherstellung Kuthal Print GmbH & Co. KG, Johann-Dahlem-Straße 54, 63814 Mainaschaff Als kundenorientiertes und transparentes Unternehmen führen wir Sie auch gerne in Gruppen durch unsere Einrichtungen. Kontakt über unser Servicecenter. Notfallnummern bei Gasgeruch (06021)391-444 bei Störungen der Strom-, Gas-, Wasser- oder FW-Versorgung (0 6021)391-300 Wie gefällt Ihnen unsere aktuelle Netzwerk-Ausgabe? Wir freuen uns über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und gerne auch ein Lob per E-Mail an: marketing@stwab.de (0 60 21) 391-333 @ kundenservice@stwab.de www.stwab.de www.facebook.com/StadtwerkeAschaffenburg und www.facebook.com/FreizeitWelt.AB www.instagram.com/stwaburg und www.instagram.com/azubis_stwaburg www.tiktok.com/@azubis_stwaburg Liebe Freunde, mit der heutigen Folge verabschiedet sich der Stromer von Euch. Wir, die beiden Zeichner Greser & Lenz, sind so alt und lahm geworden, dass wir dem netten aber vorwitzigen Kerl nicht mehr gewachsen sind. Zum Abschied gibt es einen Malwettbewerb. Die heutige letzte Zeichnung muss noch zu Ende gezeichnet werden. Wer das von Euch am besten hinkriegt, gewinnt eine Original-Stromer-Zeichnung. Fotografiert Euer Werk mit dem Handy und schickt es bis 15.1.2025 an witze@greser-lenz.de Der/Die Gewinner/in wird schriftlich benachrichtigt. Eure

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