#wirfürbio Sinnvolle und nachhaltige Verwertung Biomüll ist ein wichtiger Rohstoff, aus dem Qualitätskompost und grüne Energie in Form von Biogas für grünen Strom und Wärme gewonnen werden kann. Möglich ist dies jedoch nur mit sauberem Biomüll, der nicht durch Plastik und andere Störstoffe verunreinigt ist. Dafür setzen wir uns in Aschaffenburg seit Jahren ein … und seit Herbst 2023 auch durch unsere Beteiligung an der Kampagne „#wirfürbio“. Sie wurde 2017 ins Leben gerufen, um Störstoffe – allen voran Plastik – im Biokompost zu reduzieren. Denn nicht nur unsere Ozeane versinken im Plastikmüll, auch im Bioabfall landet immer mehr Plastik. Der verunreinigte Bioabfall erschwert die Herstellung von Kompost, der den Qualitätsanforderungen – nicht nur in der Landwirtschaft – gerecht wird. Plastikverpackungen, Windeln oder Kaffeekapseln sowie die vermeintlich abbaubaren, kompostierbaren BioPlastiktüten: All diese Dinge haben nichts in der Biotonne verloren. Denn sie schmelzen in den Anlagen, in denen Bioenergie gewonnen wird, und zerstören sie mit der Folge, dass keine Bioenergie gewonnen wird. In Mikroplastik zerfallen, können die Plastiktüten auch nicht mehr aus dem Rohkompost gesiebt werden und landen auf unseren Beeten und Äckern. Durch Regen werden sie ins Grundwasser gespült, gelangen ins Meer und nicht zuletzt in unsere Lebensmittel. Saubere Mülltrennung ist Klimaschutz, zu dem jeder beitragen kann. Um das Bewusstsein zu schärfen und immer wieder daran zu erinnern, wie wichtig und sinnvoll Mülltrennung ist, machen die Stadtwerke bei „wirfürbio“ mit – damit die Aschaffenburger Bioabfälle auch weiterhin aktiv zum Klimaschutz beitragen. Dafür steht nicht zuletzt die GBAB – die Gesellschaft für Bioabfallwirtschaft in Landkreis und Stadt Aschaffenburg mbH, die das Kompostwerk, die Müllumladestation, sowie die Trocken-Vergärungsanlage in Aschaffenburg betreibt. Sie stellt aus den Grünabfällen aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg den Aschaffenburger Kompost her, der gemeinsam mit einem Kompost-Mutterboden-Gemisch, verschiedenen Erden und Rindenprodukten zum Verkauf angeboten wird. Die GBAB verwertet unter anderem die Bioabfälle der Müllabfuhr und die Grünabfälle von den beiden Recyclinghöfen im Stadtgebiet Aschaffenburg. Im Kompostwerk wird aus strukturarmen Grünabfällen, wie beispielsweise Rasenschnitt, Balkonpflanzen oder Laub der Aschaffenburger Kompost hergestellt. Die strukturreichen, holzigen Grünabfälle werden getrennt und zu einem Biomasse-Brennstoff aufbereitet. Sie dienen zur Energieerzeugung im nahe gelegenen Biomasseheizkraftwerk. In der Vergärungsanlage der GBAB entstehen aus den Bioabfällen aus Landkreis und Stadt Aschaffenburg jährlich rund 1,2 Millionen m3 Biomethangas. Dieses Gas wird in zwei Blockheizkraftwerken zu rund 2,4 Millionen kWh rein ökologisch erzeugtem Strom sowie ca. 1,3 Millionen kWh erneuerbarer Wärme umgewandelt. Der Gärungsprozess ist so natürlich, als sei die Anlage eine große Beton-Kuh: Sie „frisst“ die Bioabfälle und produziert statt Milch und Fleisch eben Strom und Wärme. Das spart im Vergleich zur Stromerzeugung mit Kohle und der Wärmeerzeugung mit Heizöl pro Jahr 3.075 Tonnen CO2. Übrigens: Aus dem verbrennbaren Restmüll werden im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt ebenfalls wieder Strom und Fernwärme erzeugt. KOMPOSTIERBARE PLASTIKTÜTEN? Bitte nicht in die Biotonne! Kompostierbares Plastik braucht für die Verrottung deutlich länger als Biomüll. Damit ist es industriell nicht kompostierbar und ein Störfaktor in unseren Anlagen. wirfuerbio.de/aschaffenburg 45 Mobilitätskonzepte, Entsorgung, Gelbe Tonne, Verwertung, Mitgliedschaft wirfuerbio Saubere Umwelt
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