Fortschrittsbericht-2023-2024

Wichtig für Hausbesitzer*innen! Die Zukunft ihrer Heizung beschäftigt viele Aschaffenburger*innen. So verzeichneten die 13. Aschaffenburger Energiegespräche im Oktober 2023 mit rund 400 Teilnehmer*innen in der VIP-Lounge der F.A.N. Frankenstolz Arena und über 60 Zuschauer*innen im Live-Stream eine Rekordteilnehmerzahl. Grund dafür war sicherlich das brandaktuelle Thema, das viele umtreibt: „Energiewende im Heizungskeller: Was Hausbesitzer interessiert!“ So stand damals im Raum, dass ab dem 1. Januar 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden soll. Keiner wusste so recht, wie sich das auswirkt. Jetzt gibt es mehr Klarheit Fakt ist: Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Umbau der Wärmeversorgung von fossilen Brennstoffen wie Öl und Erdgas zu erneuerbaren Energien. So soll gemäß dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab 2024 jede neu eingebaute Heizung in einem Neubaugebiet zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Hausbesitzer*innen in bestehenden Wohngebieten und alle, die einen Neubau in einer Baulücke planen, sind an die Vorgaben der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) gekoppelt. Diese verpflichtet die Kommunen, eine KWP für ihre Energiezukunft zu erarbeiten. Sie macht sichtbar, wo neue Wärmenetze entstehen können und welche Gebäude voraussichtlich weiterhin mit eigenen Heizungen ausgestattet werden müssen. Großstädte haben bis Ende 2026 Zeit, Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern wie Aschaffenburg bis Ende 2028. Doch das Ziel der Aschaffenburger Projektgruppe zur KWP ist es, dass die Wärmeplanung für die Stadt bis Ende 2025 steht. Schon frühzeitig haben wir uns gemeinsam mit der Stadtverwaltung ein Fachbüro gesucht, das – sobald der Förderbescheid des Bundes eintrifft – von der Stadt beauftragt wird. Die Vorarbeiten sind bei der AVG bereits abgeschlossen. Die Daten für die Ist-Analyse wurden grundstücksgenau erhoben und die sogenannten Wärmedichten in einzelnen Straßen bereits berechnet. Welchem Heizungstyp wird die Zukunft gehören? Ob Aus- und aufbau neuer Wärmenetze, mittels Mainwärme, Geothermie oder IndustrieAbwärme … das muss das Fachbüro ermitteln. Steht die KWP, gilt die gesetzliche Vorgabe von „65 Prozent erneuerbarer Energie“ auch für neue Heizungen im Altbaubestand. Unser Ziel ist es, rasch Klarheit zu schaffen, was in Sachen Heizung künftig geht und was nicht, damit unsere Kund*innen auf das „richtige Pferd“ setzen, wenn ein Heizungstausch ansteht. Denn die drohende Klimakrise zwingt uns alle, nicht nur beim Heizungstausch, zum Handeln. 13. Aschaffenburger Energiegespräche 37 Netze, Energieversorgung, Strom, Gas & Wärme, Energiesparen, Wasser Energie

RkJQdWJsaXNoZXIy MjE3Nzg=