Netzwerk-02-2024

Erste H2-Tankstelle am Bayerischen Untermain Mobilitätswende MOBILITÄT In ihrem Verkehrsbetrieb eröffneten die Stadtwerke Aschaffenburg die erste Wasserstofftankstelle (H2-Tankstelle) am Bayerischen Untermain. Sie feierten damit einen weiteren bedeutenden Meilenstein zur Umsetzung der Wasserstoffmobilität (H2-Mobilität) in der Region. Die H2-Tankstelle ist eine von erst rund 90 H2-Anlagen in Deutschland. geliefert, darunter zehn Solobusse und zwei Gelenkbusse. Damit fährt bereits ein Viertel der Stadtbusflotte emissionsfrei – eine beeindruckende Entwicklung, die ohne Fördermittel nicht möglich gewesen wäre. Die Stadtwerke positionieren sich als Vorreiter in der Wasserstofftechnologie und setzen sowohl auf eine H2-Tankstelle als auch auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Damit erfüllen sie die Vorgaben der Clean Vehicle Directive der EU, die emissionsarme Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr fordert. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen testen die Stadtwerke nun auch Wasserstoffantriebe, um herauszufinden, welche Technologie für welchen Einsatz am besten geeignet ist. Die Finanzierung Die Kosten für die H2-Tankstelle beliefen sich auf rund 4 Millionen Euro. Rund 1,9 Millionen Euro Fördergelder erhielten die Stadtwerke hierzu vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Darüber hinaus steuerte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr 4,5 Millionen Euro Fördergelder im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ bei. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Insgesamt konnten so die Stadtwerke 13,5 Millionen Euro in die zukunftsorientierte Mobilitätstechnologie Wasserstoff investieren. Die H2-Tankstelle Die Planungs- und Genehmigungsphase für die H2-Tankstelle lief von August 2022 bis Oktober 2023, gefolgt von einer nur sechsmonatigen Bauphase, die im November 2023 startete und bis zur Fertigstellung im Mai 2024 ging. Besondere Herausforderung war die Einbettung der Wasserstofftankstelle in die bestehende Dieseltankstelle und das Wohn- und Gewerbegebiet im Umfeld. Die neue Wasserstofftankstelle markiert einen wesentlichen Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität in Aschaffenburg. Als öffentliche Wasserstofftankstelle ermöglicht sie neben der Betankung der Stadtwerke-Flotte auch den Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen für die sehr bedeutende Logistikbranche am Bayerischen Untermain. Und mehr noch: Das Vorzeigeprojekt hat auch Modellcharakter – für Bayern und ganz Deutschland. Es wurde nicht einfach nur eine neue Tankstelle eröffnet. Vielmehr geht ein ganzes Wertschöpfungsmodell inklusive H2-Fahrzeugen an den Start und demonstriert, wie klimafreundlicher ÖPNV in Zukunft aussehen kann. Warum Wasserstoff Die Stadtwerke Aschaffenburg setzen bereits seit letztem Jahr auf emissionsfreie Mobilität, unter anderem mit drei elektrisch betriebenen Bussen und einem H2-Müllentsorgungsfahrzeug. Pünktlich zur Eröffnung der Wasserstofftankstelle wurden zwölf neue Wasserstoffbusse Das Highlight der Eröffnung am 13. Mai 2024 waren das symbolische Durchschneiden des Bandes gefolgt von der Betankung eines neuen Gelenkbusses. Zur Schere griffen (v. l. n.r.) Franz Ippisch (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie), Betriebsleiter Wolfgang Kuhn (Verkehrsbetriebe), Jascha Lackner (NOW GmbH sowie Vertreter des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr), Oberbürgermeister Jürgen Herzing, Werkleiter Stefan Maunz, Projektleiter Nils Haack und Matthias Hoffmann (beide Stadtwerke) sowie Projektleiter Pascal Reinhardt und Geschäftsführer Jörg Hattenbach (beide Maximator Hydrogen GmbH) 6

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