Sanierung der Aschaffenburger Eissporthalle Sicherheit und Zukunft im Fokus LEBENSQUALITÄT Normalerweise öffnet die Eissporthalle der Aschaffenburger FreizeitWelt im Oktober ihre Türen. Doch in diesem Winter bleiben sie länger geschlossen. Grund dafür ist die zunehmende Feuchtigkeit, die der Holzkonstruktion des Daches zu schaffen macht – ein Phänomen, das im Zusammenhang mit dem Klimawandel steht. Um langfristige Schäden zu vermeiden, muss jetzt gehandelt werden. Das Besondere an der Eissporthalle ist ihre offene Bauweise, die für die Besucher kaum sichtbar ist. Dadurch gelangt feuchte Winterluft in die Halle, die an den kältesten Stellen kondensiert. Das ist über der Eisfläche in Form von Strahlungskälte. Das Wasser setzt sich auf den darüber liegenden tragenden Holzbalken ab, die die Feuchtigkeit aufsaugen. Das ist zwar für Holz ein natürlicher Prozess, allerdings können bei zu hoher und dauerhafter Feuchtigkeit Pilze entstehen, die das Material langfristig schädigen. Früher sorgten trockene, kalte Winter dafür, dass das Holz in den Sommermonaten ausreichend Zeit zum Trocknen hatte. Doch die wärmeren, feuchteren Winter der letzten Jahre verlängern die Zeit, in der das Holz der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Die Sommerpause allein reicht nicht mehr aus. So dauerte es in diesem Jahr bis in den September hinein, bis das Holz vollständig ausgetrocknet war und keine übermäßige Feuchtigkeit mehr enthielt. Danach erst war eine abschließende Prüfung der Dachkonstruktion durch einen Gutachter möglich. Die Lösung: Sanierung und Belüftung Um die Sicherheit zu gewährleisten, haben die Stadtwerke Aschaffenburg ein Sanierungskonzept entwickelt. Die Dachkonstruktion soll geschlossen und eine moderne Belüftungsanlage installiert werden, die die Luftfeuchtigkeit reguliert. Dies ist nötig, um die Eislauffläche zu erhalten, die jährlich aus 45 Kubikmetern Wasser besteht. Die Sanierung wird einen siebenstelligen Eurobetrag kosten, doch die Investition ist unerlässlich, um zukünftige Schäden zu verhindern. Kürzere Öffnungszeiten als Zwischenlösung Die intensiven Untersuchungen in der Eissporthalle haben ergeben, dass Reparaturmaßnahmen an der Holzkonstruktion des Daches vor Inbetriebnahme durchgeführt werden müssen. Diese Arbeiten erfolgen so schnell wie möglich, sind jedoch von der Verfügbarkeit der ausführenden Fachfirmen abhängig. Die Eissporthalle öffnet somit voraussichtlich Mitte Dezember und soll für drei Monate geöffnet bleiben. Sicherheit geht vor Wir wissen, dass die Schließung viele enttäuscht, vor allem die jungen Eisläufer und die Vereine, die regelmäßig die Halle nutzen. Dennoch hat die Sicherheit oberste Priorität. Die kleinen wie großen Besucher sollen unbeschwert Spaß haben. Das geht nur, wenn die Halle in einem einwandfreien Zustand ist. Die Teilsanierung der Eishalle und der Einbau einer Entfeuchtungs- und Lüftungsanlage wird weiter von Experten geprüft. Damit könnte die Eishalle auch für die nächsten Jahre erhalten bleiben und weiterhin Eissport in Aschaffenburg ermöglicht werden. 8
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