ENERGIE Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg (WSA) und die Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) haben eine langfristige Kooperation geschlossen, um vor Ort erzeugten Solarstrom effizient zu nutzen. Mit einer neuen Photovoltaikanlage (PV) auf den Dächern des WSA-Bauhofs gehen beide Partner einen zukunftsweisenden Weg in Richtung nachhaltiger Energieversorgung. Ein Musterprojekt für die Region Im Februar gab Oberbürgermeister Jürgen Herzing per Knopfdruck den offiziellen Startschuss für dieses Vorzeigeprojekt, das sowohl den Partnern als auch dem Klimaschutz zugutekommt. Auf 222 Solarmodulen erzeugt die Anlage eine Spitzenleistung von 99,9 Kilowatt (kWp). Das Besondere: Ein Großteil des produzierten Stroms bleibt direkt vor Ort. Rund 74.000 der jährlich erwarteten 95.000 Kilowattstunden werden direkt von den Werkhallen und Büros des WSA genutzt. Das entspricht einer Eigenverbrauchsquote von 72 Prozent. Dadurch kann das WSA 18 Prozent seines Gesamtstrombedarfs selbst decken und jährlich rund 24.000 Kilogramm CO₂-Emissionen einsparen. Gemeinsam Solarenergie optimal nutzen Ein wichtiger Aspekt dieses Projekts ist das sogenannte Onsite Power Purchase Agreement (PPA), eine spezielle Stromliefervereinbarung. Die AVG hat die Anlage geplant, finanziert und übernimmt deren Betrieb und Instandhaltung. Im Gegenzug bezieht das WSA den vor Ort produzierten Strom zu einem festen Preis über eine Vertragslaufzeit von 25 Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit geht die PV-Anlage unentgeltlich an das WSA über. Win-Win für beide Partner Jörg Huber, Leiter des WSA, hebt die Vorteile dieser Partnerschaft hervor: „Wir müssen keine eigenen Ressourcen für Bau und Betrieb der Anlage bereitstellen, profitieren von langfristiger Preissicherheit und sparen zusätzlich durch reduzierte Steuern und Abgaben.“ Neben den wirtschaftlichen Vorteilen unterstützt das Projekt aktiv die Energiewende und verbessert das nachhaltige Image der Behörde. Auch für die AVG ist das Projekt ein Erfolg. Wie Stadtwerke-Chef und AVG-Geschäftsführer Stefan Maunz betont, bietet das PPA-Modell auch für Gewerbe- und Industriekunden interessante Möglichkeiten: „Durch dieses erste PPA-Projekt sammeln wir wertvolle Erfahrungen und können es als Blaupause für weitere Unternehmen in der Region nutzen.“ Darüber hinaus unterstützt das Projekt den Ausbau erneuerbarer Energien, da überschüssiger Solarstrom ins Netz der AVG eingespeist wird. Ausbau bereits in Planung Das WSA plant bereits eine Erweiterung der Anlage auf 190 kWp. Weitere Dachflächen auf dem Bauhof könnten zusätzliche PV-Module aufnehmen, um noch mehr Eigenstrom für den laufenden Betrieb bereitzustellen, nicht zuletzt auch für Elektromobilität und Landstromanschlüsse für Wasserfahrzeuge. Vorbild für nachhaltige Energieversorgung Oberbürgermeister Jürgen Herzing lobte das Projekt als wichtigen Schritt in Richtung Klimaschutz: „Dieses Vorhaben zeigt, wie wirtschaftliche und ökologische Interessen Hand in Hand gehen können.“ Die Kooperation zwischen WSA und AVG ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie lokale Unternehmen gemeinsam eine nachhaltige Zukunft gestalten können. Mit diesem Vorzeigeprojekt beweisen die Stadtwerke Aschaffenburg einmal mehr, dass sie nicht nur Energieversorger, sondern auch Motor für innovative und umweltfreundliche Energielösungen sind. Energiepartnerschaft mit dem WSA Innovativer Weg Offizielle Inbetriebnahme durch Stefan Maunz (Werkleiter der Stadtwerke), Jörg Huber (Leiter des WSA Main) und Oberbürgermeister Jürgen Herzing (v. l. n. r.) Auf dem Dach des WSA neben der neuen PV-Anlage: Ralf Hitzel (Projektleiter der AVG), Stefan Maunz (Werkleiter der Stadtwerke), Jörg Huber (Leiter des WSA Main) und Oberbürgermeister Jürgen Herzing (v. l. n. r.) 8
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