Ausbau erneuerbarer Energien in eigener Hand Die Kommunen am Bayerischen Untermain nehmen die Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien selbst in die Hand. Hierfür haben sie Anfang 2024 die Gesellschaft Regionales Energiewerk Untermain GmbH (REW) gegründet. Ihr angeschlossen haben sich die Städte und Gemeinden im Kreis Miltenberg, die Stadt Aschaffenburg sowie die Energieversorger der Region und die Bürgerenergiegenossenschaft Untermain. Ziel der Gesellschaft ist es, gemeinsam den Ausbau von Windkraft und Flächen-Photovoltaik sowie andere Projekte der Energiewende voranzutreiben, möglichst viel Nutzen für die Region sicherzustellen und die Wertschöpfung vor Ort zu halten. Die breite Plattform des REW reduziert zudem das Risiko für die Beteiligten. Mit der REW Untermain GmbH wurden die Voraussetzungen für zeitnahe Investitionen in die Energiewende geschaffen, insbesondere durch die Realisierung von Erneuerbare-Energie-Projekten und der Möglichkeit der Beteiligung von Bürgern und regionalen Firmen an den Projekten. Dafür wollen die Partner die Projekte selbst über das regionale Energiewerk Untermain bzw. über lokale Projektgesellschaften, an denen sich die Gesellschafter des REW, Bürger-Energiegenossenschaften und regionale Firmen beteiligen können, entwickeln. Neben dem Behalt der Wertschöpfung in der Region gibt es einen weiteren Grund für die Gründung des REW: Früher hatte die Untermain-Region einen Stromüberschuss produziert. Durch die Stilllegung von Kraftwerken, etwa des Bayernwerks in Aschaffenburg, wird heute Strom importiert. Dieser Trend soll mit dem REW wieder mehr und mehr umgekehrt werden. Zahlen und Fakten Die REW Untermain GmbH hat 35 Gesellschafter: 29 der 32 Städte und Gemeinden im Landkreis Miltenberg, wobei die drei fehlenden bereits über den kommunalen Energieversorger City-USE beteiligt sind, die Stadt Aschaffenburg, die vier Energieversorger Aschaffenburger Versorgungs-GmbH(AVG), City-USE, Entega Regenerativ und Gasuf sowie die Bürger-Energie- genossenschaft Untermain. 51 Prozent halten zusammen die Gemeinden im Kreis Miltenberg und die Stadt Aschaffenburg. Sie haben damit die entscheidende Mehrheit. 48 Prozent übernehmen die Versorger (je zwölf Prozent), ein Prozent die Genossenschaft. Geschäftsführer sind der Bürgermeister der Marktgemeinde Kleinheubach, Thomas Münig und der Leiter des Stadtwerks für Miltenberg-Bürgstadt, Christoph Keller. Sie arbeiten nebenamtlich. Daneben gibt es einen hauptamtlichen Mitarbeiter als Projektkoordinator. Die AVG übernimmt die kaufmännische Verwaltung, ein anderer Versorger stellt die Büroräume. So ist die Finanzierung geregelt: Die Gesellschafter legen einmalig 100.000 Euro ein, verteilt nach den jeweiligen Gesellschaftsanteilen. Dazu kommt eine jährliche Umlage von 500.000 Euro. Davon bringen die Versorgungsunternehmen vier Fünftel auf, die Kommunen ein Fünftel. Die jährlichen 100.000 Euro der Städte und Gemeinden richten sich nach der Einwohnerzahl, sodass hier auch kleine Kommunen nicht überfordert werden. Die Umlage bleibt so lange wie nötig, bis die Veräußerung der Projekte die nötigen Mittel einbringt. Vertreterinnen und Vertreter der 35 Gesellschafter gründeten Anfang 2024 das Regionale Energiewerk Untermain GmbH (REW). 15 H2-Strategie, Nachhaltig parken und laden, Regionales Energiewerk Untermain, Breitbandausbau Nilkheim, Digitales Gründerzentrum Innovation
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