Energieerzeugung. Es besteht Handlungsbedarf, da neben Hausmüll auf der Deponie auch Industrieabfälle lagern. Die Stadtwerke beobachten seit 20 Jahren sehr genau die Fläche, denn ein Teil reicht bis in das Grundwasser. Mit dem Regenwasser ausgewaschene Schadstoffe wie Arsen könnten in den nahe gelegenen Main gelangen. Derzeit besteht aber keine Gefahr. Die Altdeponie soll daher entsprechend der heute gültigen abfallrechtlichen Nachsorgevorschriften saniert werden. Und nicht nur das: Ziel ist es, durch die Sanierung der Altdeponie mit einer technisch wie wirtschaftlich sinnvollen Lösung einen neuen nachhaltigen Nutzen zu generieren. Flächensanierung und sauberer Strom mit neuer Photovoltaikfläche Um ihre ehrgeizigen Energieziele zu erreichen, planen die StadtAuf der rund sechs Hektar großen Altdeponie soll im Rahmen der Sanierung eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von etwa 4,8 MWp realisiert werden. werke im Rahmen der Sanierung der Deponie Karlstein-Dettingen eine innovative Sektorenkopplungs-Lösung. Auf der rund sechs Hektar großen Deponiefläche soll eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von etwa 4,8 MWp realisiert werden. Das entspricht der jährlichen Energiemenge von 4,3 Mio. kWh bzw. dem Stromverbrauch von rund 1.200 Haushalten. Zusätzlich wird über die Photo- voltaik-Anlage ein Teil des Regenwassers nach außen abgeleitet. Das bietet zusätzlichen Schutz: Mögliche Umweltbelastungen wie das Einsickern von Schadstoffen in das Grundwasser werden deutlich reduziert. Die Kontrolle des Bodens erfolgt über fortlaufende „Monitored Natural Attenuation“- Untersuchungen. Weiterer Vorteil: Die Fläche wird zweckvoll recycelt! Die geplante Errichtung einer Photovoltaik- Anlage auf der Altdeponie leistet einen Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Die Genehmigungen zur Umsetzung des Projektes laufen aktuell bei den zuständigen Behörden. Der durch die Photovoltaik-Anlage erzeugte Strom kann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die Stadtwerke gehen aber noch einen innovativen Schritt weiter. Sie wollen den Weg ebnen, die gewonnene elektrische Energie auch in anderen Sektoren zu nutzen, insbesondere zur Produktion von Wasserstoff. Der Blick in die Zukunft: Eigene Wasserstoff-Produktion Die Stadtwerke gelten innerhalb Bayerns als Wasserstoff-Modellregion, insbesondere für die Wasserstoff-Logistik. Beim Ausbau der Infrastruktur für WasserstoffTankstellen nimmt sie eine Vorreiterrolle ein. Das soll mit dem Sektorenkoppelungs-Vorhaben auf der Altdeponie Karlstein-Dettingen fortgesetzt werden. Geplant ist, mit einem Teil des erzeugten Stroms aus der Photovoltaik-Anlage in einem noch technologieoffenen Ansatz Wasserstoff zu erzeugen, der im Verkehrssektor eingesetzt und über Trailer-Abfüllungen der Industrie zur Verfügung gestellt werden kann. Die Wasserstofferzeugung steht im übergeordneten Kontext, sich noch mehr als Pionier und Wegbereiter der Wasserstofftechnologie zu Fläche für Photovoltaik Deponiegelände Fläche für Elektrolyseur An der Pfingstweide KLEINOSTHEIM KARLSTEIN-DETTINGEN 9 H2-Strategie, Digitales Gründerzentrum, Klimaschutz-Initiative, Stadtwerke-Karte, Strom-Community – Heute schon auf morgen vorbereiten Innovation
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